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"Barbareninvasion" bei Tutto Gas: Lignano-Einwohner nach Pfingsten empört

Es gab kleinere Vorfälle in Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum, kleinere Diebstähle, Schlägereien sowie Fälle von Ruhestörung.
lignano

Zusammenfassung

  • Lignano zieht nach dem Pfingstwochenende trotz kleinerer Vorfälle mit Alkoholkonsum, Diebstählen und Ruhestörung eine insgesamt positive Bilanz.
  • Die Polizei griff mehrfach ein, verhängte Bußgelder und zeigte einzelne Personen an, Krankenhausbehandlungen waren jedoch nicht erforderlich.
  • Für die Rückreise wurden zusätzliche Verkehrsmaßnahmen und Parkmöglichkeiten eingerichtet, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Die Adria-Badeortschaft Lignano in Friaul hat nach dem Pfingstwochenende eine positive Bilanz gezogen. Die Feiern mit Beteiligung österreichischer Jugendlicher sind demnach ohne größere Zwischenfälle verlaufen. Die Arbeiter der Müllentsorgungsgesellschaft waren am Montagfrüh im Einsatz, um die Straßen von Flaschen und Plastikbechern zu säubern. Spuren der nächtlichen Partys seien verschwunden, hieß es aus der Gemeinde.

Zehntausende Kurzurlauber waren am Pfingstwochenende an der Oberen Adria eingetroffen, unter ihnen rund 20.000 Österreicherinnen und Österreicher. Viele von ihnen wollten unter dem Motto "Tutto Gas" Partys feiern.

Tutto Gas

Österreicher-Party 2024. 

Österreicher angezeigt

Zentrum der Feierlichkeiten war auch am Sonntagabend der Hauptplatz Piazza della Fontana, wo es zu einigen Polizeieinsätzen kam. Die Behörden meldeten Vorfälle im Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum, kleinere Diebstähle, Schlägereien und Fälle von Ruhestörung. Auch in Wohngebieten nahe der Partymeile kam es zu Spannungen. Dort sollen Glasflaschen von Balkonen geworfen worden sein. Die Polizei griff mehrfach ein, um die Lage zu beruhigen.

Laut den Carabinieri wurde ein 19-jähriger Österreich wegen Besitzes eines Klappmessers mit einer 17 cm langen Klinge angezeigt. Ein 41-jähriger Mann aus Friaul wurde an Bord eines Ferrari mit österreichischem Kennzeichen kontrolliert und infolge seines positiven Alkoholtests mit einer Verwaltungsstrafe belegt. Der Führerschein wurde eingezogen, während das Fahrzeug einem Abschleppdienst übergeben wurde. Gegen 14 Österreicher wurden Bußgelder wegen lauter Musik zu Nachtstunden, wegen unzüchtiger Handlungen in der Öffentlichkeit und wegen Urinierens in der Öffentlichkeit verhängt.

Trotz der Vorfälle zog die Stadtverwaltung eine insgesamt positive Bilanz. Der Sicherheitsbeauftragte Alessio Codromaz erklärte, die Situation sei im Vergleich zu früheren Pfingstwochenenden besser kontrollierbar gewesen. Die Einsätze standen überwiegend im Zusammenhang mit Alkoholkonsum oder Auseinandersetzungen. Krankenhausbehandlungen waren nach Behördenangaben nicht erforderlich.

Trotz des zum Großteil ruhigen Verlauf des Pfingstwochenende fehlte es nicht an Diskussionen unter den Einheimischen. "Auch dieses Jahr ist es zur Barbareninvasion gekommen. Die Gewinne bleiben bei den Lokalbetreibern, die Schäden trägt die Gemeinde Lignano: Ein fragwürdiges Geschäft", kommentierte eine Einwohnerin auf Facebook.

Zusätzliche Maßnahmen bei Rückreise

Für Pfingstmontag - der erste größere Rückreise-Tag - sind zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen vorgesehen. Geplant sind mehr Personal zur Verkehrslenkung sowie ein Pannendienst auf der Autobahn A23 Udine-Tarvisio. Da für Schwerfahrzeuge in Österreich ein Fahrverbot gilt, wurden außerdem zusätzliche Parkmöglichkeiten am Grenzterminal Pontebba sowie im Industriegebiet von Amaro eingerichtet.

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