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Nach Sprung in Kiesgrube: 16-Jähriger querschnittsgelähmt

Ein 16-Jähriger verletzte sich bei einem Sprung in eine Kiesgrube in Sachsen schwer. Trotz mehrerer Operationen bleibt der Teenager querschnittsgelähmt.
Rettungshubschrauber mit Seilwinde bei einem Einsatz.

Ein 16-Jähriger hat sich bei einem Badeausflug an den See der Kiesgrube Ottendorf-Okrill in Sachsen schwer verletzt. Nach einem Sprung ins Wasser ist der Jugendliche nun auf den Rollstuhl angewiesen.

Warnschilder von Kiesgrube ignoriert

Laut dem regionalen Nachrichtenportal DieSachsen.de ereignete sich der Unfall am Sonntag, dem 21. Juni. Der 16-Jährige Edwin hielt sich gegen 18 Uhr gemeinsam mit Freunden auf dem Betriebsgelände des Kieswerkes auf, um in dem türkisblauen See zu baden. Zwar ist dies untersagt, dennoch ignorieren seit Jahren zahlreiche Besucher das Betretungsverbot sowie die Warnschilder und verschaffen sich Zugang, um an heißen Sommertagen Abkühlung zu finden. 

Auf Instagram erklärt eine Nutzerin, warum das Verbot häufig missachtet wird: „Kein Mensch hält sich daran. Komme selber aus Ottendorf und das ist die einzige kostenlose Abkühlung, die man bei der Hitze hat!“

Schwer verletzt nach Sprung ins Wasser

Laut einem Bericht von RTL prallte Edwin nach einem Kopfsprung auf den Kiesboden des Sees und zog sich dabei schwere Verletzungen an der Halswirbelsäule zu und ist vom Hals abwärts gelähmt.

Querschnittsgelähmt nach Badeunfall

Der Teenager wurde umgehend mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Trotz zweier mehrstündiger Operationen ist er inzwischen auf einen Rollstuhl angewiesen. In einer Spendenkampagne, die von einer Freundin der Familie vor wenigen Tagen ins Leben gerufen wurde, heißt es: „Dennoch wird Edwin nach aktuellem Stand mit einer Querschnittslähmung leben müssen.“ 

16-Jähriger nach Unfall in Reha-Klinik

Wie die Sächsische Zeitung berichtet, befindet sich der 16-Jährige derzeit in einer Reha-Klinik in Kreischa, wo er Schritt für Schritt in seinen neuen Alltag zurückfinden soll. In der Spendenkampagne heißt es: „Wer Edwin kennt, weiß, was für ein hilfsbereiter und herzlicher Mensch er ist. Er engagierte sich mit Leidenschaft in der Freiwilligen Feuerwehr und war immer zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wurde.“ 

Vor dem Unfall hatte der Jugendliche bereits konkrete Zukunftspläne: Noch in diesem Jahr wollte er seine Ausbildung im Metallbau zum Werkzeugmacher beginnen. Langfristig träumte er davon, Hufschmied zu werden. „Nun ist plötzlich alles anders“, schrieb die Freundin der Familie. 

Gegen den Teenager wurde zudem eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet. Die Ermittlungen zu dem Fall dauern noch an.

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