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Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert Kolumbien, 20 Gebäude eingestürzt

Es gab Verletzte und teils schwere Gebäudeschäden. Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im westkolumbianischen Departamento Chocó
Mehrere Erwachsene und Kinder stehen auf einer Straße vor einem Wohnhaus und warten.

Bei einem Erdbeben der Stärke 7,4 im Westen Kolumbiens sind am Montag zahlreiche Gebäude eingestürzt. In der Großstadt Cali wurden Menschen unter den Trümmern vermutet. Die Erschütterungen waren auch in der Hauptstadt Bogotá und im Nachbarland Venezuela zu spüren. Das US-Tsunami-Warnsystem gab Entwarnung, eine Flutwellengefahr bestehe nicht. 

In Cali stürzten nach Angaben von Bürgermeister Alejandro Eder mindestens 20 Gebäude ein. Menschen seien darin eingeschlossen, erklärte er. Die Stadt habe Rettungsteams aus Bogotá und Medellin angefordert, um bei den Bergungsarbeiten zu helfen. Schwere Schäden wurden auch aus anderen Regionen gemeldet. Besonders betroffen war die Provinz Choco an der Pazifikküste, wo das Epizentrum nahe der Gemeinde San Jose del Palmar lag. In der Provinzhauptstadt Quibdo gebe es Verletzte und erhebliche Schäden an Gebäuden, erklärte Gouverneurin Nubia Carolina Cordoba-Curi auf der Plattform X. In der Hauptstadt der benachbarten Provinz Risaralda, Pereira, seien Fassaden eingestürzt und Menschen verletzt worden, sagte Gouverneur Juan Diego Patino dem örtlichen Radiosender Blu Radio.

Schockierende Bilder

Die Bilder seien schockierend. Das Beben ereignete sich um 7.34 Uhr Ortszeit. Der kolumbianische geologische Dienst UNGRD korrigierte die Stärke des Bebens nachträglich auf 7,4. Zuvor war die Stärke mit 6,6 angegeben worden. Der Herd des Bebens lag demnach in einer Tiefe von 96 Kilometern. In Bogotá gab es nach Angaben von Bürgermeister Carlos Galan keine größeren Schäden. 

Die UNGRD stand mit den Stellen vor Ort in Kontakt, um das Ausmaß der Zerstörung zu ermitteln. Augenzeugen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, dass das Beben auch im venezolanischen Grenzstaat Tachira sowie in der Stadt Barquisimeto im Westen des Landes zu spüren war. Venezuela war im Juni von zwei verheerenden Erdbeben erschüttert worden. Dabei kamen mehr als 6000 Menschen ums Leben, die meisten davon an der Küste nahe der Hauptstadt Caracas.

Aus Manizales, der Hauptstadt des Departamento Caldas, sind in den sozialen Netzwerken Aufnahmen zu sehen, die schwere Gebäudeschäden zeigen.

In einem weiteren Clip ist zu sehen, wie ein Kirchturm in Manizales einstürzt.

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