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Erdbeben im OP-Saal: Ärzte halten Patienten verzweifelt fest – Video

Am 28. Juli erschütterte ein schweres Erdbeben Japan. Ein Video zeigt, wie Ärzte während einer OP um das Leben ihres Patienten kämpfen.
Ärzte und Pflegekräfte während einer Operation

Insgesamt 38 Menschen starben laut Associated Press bei dem schweren Erdbeben im Südwesten Japans Ende Juli. Sieben Tote seien aus einem teilweise eingestürzten Einkaufszentrum in der Stadt Kashima geborgen worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde der Region Kumamoto mit. Zudem seien in einer Papierfabrik in der Stadt Yatsushiro acht Menschen ums Leben gekommen. 

Das Erdbeben vom 28. Juli hatte die Region am Dienstagnachmittag erschüttert. Nach Angaben der japanischen Behörden hatte es die Stärke 7,1, während die US-Erdbebenwarte USGS die Stärke mit 6,8 angab. Mehrere Nachbeben folgten. Kurzzeitig wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben.

Das Erdbeben verursachte auf der Insel Kyushu heftige Schäden: Häuser wurden beschädigt, Brücken stürzten ein und Brände brachen aus. In tausenden Haushalten fiel die Strom- und Wasserversorgung aus. Noch am Donnerstag waren rund 13.500 Haushalte ohne Strom.

Erdbeben: Dramatische Szenen im OP-Saal 

Auch Krankenhäuser standen angesichts der heftigen Erschütterungen vor großen Herausforderungen. So auch das Kumamoto General Hospital in Yatsushiro. Neu veröffentlichte Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen dramatische Szenen aus einem Operationssaal, wo nach Angaben der BBC gerade eine Bauchoperation durchgeführt wurde. 

Zu sehen ist, wie Ärzte versuchen, den Patienten auf dem OP-Tisch festzuhalten und zu schützen, während medizinisches Personal durch die heftigen Erschütterungen den Halt verliert und teilweise zu Boden fällt. Medizinische Geräte rollen durch den Saal, OP-Besteck fällt zu Boden und die Beleuchtung flackert.

Trotz Beben: Vier Operationen erfolgreich beendet

Zum Zeitpunkt des Bebens fanden im Krankenhaus vier Operationen statt. Wie die BBC unter Berufung auf Angaben des Krankenhauses berichtet, konnten alle vier Eingriffe trotz der schwierigen Bedingungen erfolgreich abgeschlossen werden. Am 5. August nahm das Kumamoto General Hospital seinen Betrieb wieder auf, nachdem dieser infolge von Schäden am Gebäude und an medizinischen Geräten vorübergehend eingestellt worden war. 

Gegenüber dem japanischen Sender ANN/TV Asahi erklärte das Krankenhaus, man sei stolz darauf, als medizinisches Personal den Patienten an erste Stelle gesetzt und die chirurgische Versorgung trotz der schwierigen Situation konsequent fortgeführt zu haben.

Japan liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Welt. Der Inselstaat wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Die nun betroffene Präfektur Kumamoto war 2016 von zwei verheerenden Beben getroffen worden. Damals kamen 273 Menschen ums Leben, mehr als 2.800 weitere wurden verletzt.

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