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Kleinflugzeug fliegt in Pekings höchsten Wolkenkratzer

Der Pilot kam bei dem Crash ums Leben, 13 weitere Menschen wurden verletzt. Warum die Maschine in das Gebäude krachte, ist unklar.
CHINA-ACCIDENT

Zusammenfassung

  • In Peking ist am Freitagabend offenbar ein Kleinflugzeug gegen den höchsten Wolkenkratzer der Stadt, den Citic Tower („China Zun“), geprallt.
  • Zu Ursache, möglichen Todesopfern oder Verletzten gab es zunächst keine offiziellen Angaben, während Polizei und Feuerwehr das Gebiet absperrten und Beiträge in sozialen Medien gelöscht wurden.
  • Der Vorfall gilt als besonders ungewöhnlich, da über Peking strenge Flugbeschränkungen gelten und Flüge nur mit Genehmigung erlaubt sind.

In Chinas Hauptstadt Peking ist am Freitag ein Kleinflugzeug gegen das höchste Gebäude der Stadt geprallt. Wie Aufnahmen im Internet aus verschiedenen Perspektiven zeigten, flogen Wrackteile der Maschine vom Himmel während an der Fassade des Citic Towers, auch als China Zun bekannt, ein sichtbares Loch zu erkennen war.

Die Stadtregierung hat den Fall mittlerweile bestätigt und Details öffentlich gemacht. Wie der Bezirk Chaoyang mitteilte, befand sich an Bord des einmotorigen Zweisitzers ein Pilot, der ums Leben kam. 13 weitere Menschen wurden demnach vor Ort verletzt. Die zuständigen Behörden untersuchten den Vorfall, hieß es weiter.

Bei dem Hochhaus handelt es sich um den Citic Tower, auch bekannt als China Zun. Der Unglücksort liegt ganz in der Nähe der für ihre quadratische Architektur als „große Hose“ bekannten Zentrale des chinesischen Staatsfernsehens CCTV und nur wenige Kilometer von der berühmten Verbotenen Stadt sowie dem Regierungskomplex und Machtzentrum der Kommunistischen Partei, Zhongnanhai, entfernt. Der Vorfall hatte für großes Aufsehen gesorgt.

Der Mitteilung zufolge krachte die Maschine am Freitag um 17.55 Uhr Ortszeit in das Hochhaus. Vor Ort hatte die Polizei Straßen um das mit 528 Metern höchste Gebäude der Stadt abgeriegelt. Zahlreiche Schaulustige blickten vor Ort auf die Hausfassade, an deren oberem Teil ein Loch zu sehen war.

Accident at China Zun in Beijing

Zensur entfernte Beiträge

In den sozialen Medien griff die Zensur prompt ein und entfernte Beiträge sowie Fotos und Videos von dem Vorfall. Chinas Staatsmedien berichteten am Freitag nicht über den Aufprall. Auf westlichen Portalen kursierten jedoch zahlreiche Aufnahmen von heruntergestürzten Wrackteilen des Fliegers, Löscharbeiten der Feuerwehr und Menschen, die die Evakuierung des Gebäudes kurz nach dem Aufprall gefilmt hatten.

Die Hongkonger South China Morning Post zitierte eine Augenzeugin, die sagte, kurz vor 18.00 Uhr aus dem Gebäude evakuiert worden zu sein. Vor Ort versammelten sich zahlreiche Schaulustige um den Wolkenkratzer. In den umliegenden Straßen sperrten Dutzende teils bewaffnete Polizisten Straßen ab. Die Feuerwehr stand mit zahlreichen Löschfahrzeugen vor dem Zugang zum Tower. Journalisten wurden von Beamten aufgefordert, nicht zu fotografieren, und gebeten, das Gebiet zu verlassen.

Strenge Regeln für Flüge über Peking

Warum die Maschine in das Gebäude krachte, ist unterdessen weiter unklar. Auch zur Identität des Piloten machten die Behörden keine Angaben. Medienberichten zufolge war er im äußersten Osten Pekings von einem Flugplatz aus gestartet und Richtung Stadtkern geflogen. Die Registrierungsnummer B-12PP deutete auf ein in China hergestelltes Leichtsportflugzeug vom Typ Sunward SA 60L Aurora hin.

Der Vorfall sorgte für großes Erstaunen, auch weil Pekings Stadtkern als Flugverbotszone gilt. Flüge müssen erst von den Behörden genehmigt werden. Besonders genau blicken die Sicherheitsbehörden der Stadt mittlerweile auf Drohnen, für deren Nutzung und Besitz die Stadtregierung jüngst die Regeln verschärft hatte.

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