Bär gesichtet: 94 Schulen in Japan geschlossen
Bärensichtungen nehmen in Japan zu.
Zusammenfassung
- 94 Schulen in Utsunomiya wurden nach mehreren Bärensichtungen geschlossen.
- Jäger, Polizei und Einsatzkräfte suchen nach dem Tier, während die Bevölkerung zu Hause bleiben soll.
- Bärensichtungen und Angriffe nehmen in Japan zu, mit über 50.000 registrierten Fällen im letzten Jahr.
In der japanischen Stadt Utsunomiya, rund 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio, haben zahlreiche Schulkinder am Montag unerwartet frei – allerdings nicht wegen Ferien, sondern aufgrund mehrerer Bärensichtungen in der Stadt.
Deshalb wurden 94 Grund- und weiterführende Schulen geschlossen, berichtet der Spiegel. Dutzende Jäger, Polizisten und weitere Einsatzkräfte seien auf der Suche nach dem Tier, teilte die Stadtverwaltung mit.
Die Bewohner wurden aufgefordert, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen. Über Lautsprecherdurchsagen forderten die Behörden die Bürger zudem auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten und sich dem Bären nicht zu nähern.
Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen
Als Grund für die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen nannte die Stadt mehr als zehn Meldungen seit Samstag. Demnach soll der Bär unter anderem in einem Einkaufszentrum gesichtet worden sein. Zudem habe sich das Tier in der Nähe einer Grundschule und einer Mittelschule aufgehalten.
Am Montagmorgen ging ein weiterer Hinweis ein, diesmal aus der Umgebung eines Großmarkts. Nach wie vor ist unklar, ob sich ein einzelner Bär oder mehrere Tiere in der Stadt befinden.
In Japan wurden nach offiziellen Angaben im Jahr 2025 insgesamt 13 Menschen durch Bären getötet. Bärensichtungen und Bärenangriffe nehmen seit einigen Jahren deutlich zu. Zwischen April 2025 und Ende März 2026 wurden landesweit mehr als 50.000 Sichtungen registriert.
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