USA

Nur eine Woche nach Trauung im Hospiz: Bräutigam stirbt an Krebs

Ein US-amerikanisches Pärchen gab sich im Spital das Jawort, doch nur eine Woche nach der Trauung verstarb der Bräutigam an Prostatakrebs.
Ein Brautpaar hält Hände, die Braut in Weiß, der Bräutigam mit einer auffälligen Uhr.

Rogina und Michael Catlett haben sich am 23. Oktober 2025 das Jawort gegeben. Die beiden Liebenden schlossen den Bund fürs Leben – aber nicht in einer Kirche oder beim Standesamt. Die 49-Jährige und der schwer kranke Michael Catlett heirateten im Sutter Solano Medical Center in Vallejo (Kalifornien), wo sich der US-Amerikaner im Hospiz einer Krebsbehandlung unterzogen hatte.

Nur eine Woche nach der romantischen Trauung in seinem Krankenhauszimmer, am 30. Oktober 2025, verstarb der 58-Jährige an metastasiertem Prostatakrebs. Jetzt sprach seine Frau erstmals über die Trauung und den Verlust ihrer großen Liebe.

Metastasen durch Prostatakrebs

Seit 2021 waren die Catletts zusammen, nur zwei Jahre später, im März 2023, bekam Michael die niederschmetternde Diagnose Prostatakrebs. Nachdem die Chemotherapie bei ihm angeschlagen hatte, konnte ihm im Dezember des selben Jahres mittgeteilt werden, dass er sich in Remission befand und seine Symptome vorrübergehend verschwunden sind. 

Doch nur ein paar Wochen später verschlechterte sich sein Zustand erneut, weitere Tumore wurden gefunden und Michael Catlett musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Schlussendlich wurde er auf der Palliativstation behandelt. 

Patienten und Patientinnen, bei denen keine Heilung mehr möglich ist, werden palliativ behandelt. Auf dieser Station liegt nicht die Heilung im Fokus, sondern Symptome zu lindern und somit die Lebensqualität zu verbessern. 

Bräutigam hatte schlechtes Gewissen

"In guten wie in schlechten Zeiten bleibt die Liebe bestehen“, sagte Rogina Catlett gegenüber People. "Wenn man jemanden liebt, bleibt man bis zum Schluss. Man bekommt die Gelegenheit, seine Liebe auszudrücken. Nur weil der geliebte Mensch krank ist, heißt das nicht, dass man aufgibt. Dann geht es nicht mehr um einen selbst, sondern um uns beide.“

Eigentlich wollte das Paar am Strand heiraten, doch aufgrund der Krankheit des 58-Jährigen wurde den beiden dieser Wunsch verwehrt. Der Bräutigam hatte deswegen ein schlechtes Gewissen und das Gefühl, dass er seine Partnerin enttäuschen würde. "Ich sagte ihm, dass es nur darauf ankommt, dass wir zusammen sind und dass ich mit ihm zusammen sein möchte", erinnerte sich Catlett zurück. "Ich hatte so lange auf diesen Moment gewartet. Es war atemberaubend, ich dachte nur: 'Wow, wir sind hier und tun es. Endlich ist es soweit, wir leben unseren Traum.'"

Witwe sieht jeden Abend ihr Hochzeitsvideo an

Auf Instagram teilt Rogina Catlett weiterhin Fotos mit ihrem verstorbenen Ehemann. Unter anderem auch von ihrem ersten Date, an dem sie "stundenlang gelacht" hatten. Nach dem Tod ihres Partners sieht sich die US-Amerikanerin jeden Abend das Video ihres Hochzeitstages an: "Ich sehe, wie Michael mich an sich zieht, und ich weiß, wie glücklich er war", erklärte die Witwe abschließend gegenüber People. "In diesem Moment sehe ich, wie wir endlich eins werden."

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