Griechenland greift durch: Neue Regeln für Quad-Touristen auf Urlaubsinseln
Zusammenfassung
- Griechenland plant strengere Regeln für die Vermietung von Quads, darunter eine Führerscheinpflicht von mindestens fünf Jahren.
- Hintergrund sind steigende Unfallzahlen, besonders auf beliebten Urlaubsinseln und unter jungen, unerfahrenen Touristen.
- Vermieter kritisieren die geplanten Änderungen wegen befürchteter Stornierungen und finanzieller Einbußen.
Griechenland will die Vermietung von Quads deutlich strenger regeln. Nach Angaben von Verkehrsminister Konstantinos Kyranakis am Mittwoch sollen Fahrer künftig mindestens fünf Jahre im Besitz eines Führerscheins sein, um ein solches Fahrzeug mieten zu dürfen.
Mit der geplanten Regelung will die Regierung vor allem unerfahrene Fahrer von den auf vielen Inseln weit verbreiteten Quads fernhalten und so die Zahl der Unfälle senken. Zudem sollen Vermieter verpflichtet werden, die Führerscheine ihrer Kunden zu überprüfen und Schutzhelme bereitzustellen, teilte der Minister weiter mit.
Steigende Unfallzahlen
Hintergrund sind steigende Unfallzahlen, an denen auch zahlreiche Touristen beteiligt sein sollen, wie das griechische Nachrichtenportal Newsauto.gr unter Berufung auf den Rettungsdienst berichtet. Besonders betroffen sind beliebte Urlaubsinseln wie Mykonos, Paros, Rhodos und Zakynthos. Ärzte in Inselkrankenhäusern berichten demnach von regelmäßig schweren Verletzungen durch Quad-Unfälle, vor allem bei jungen und unerfahrenen Urlaubern.
Kritik aus der Branche
Die geplanten Änderungen stoßen in der Branche jedoch auf Kritik. Viele Vermieter haben nach Medienberichten bereits zahlreiche Buchungen für die Saison 2026 angenommen und in neue Fahrzeuge investiert. Sie befürchten bei einer kurzfristigen Einführung der Regeln Stornierungen sowie finanzielle Einbußen.
Kommentare