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700.000 Euro im Meer: Badegäste finden Kühltaschen voller Geld

Fast 700.000 Euro trieben vor Sizilien im Meer. Urlauber entdeckten die Geldpakete, nachdem Männer sie von einem Motorboot geworfen hatten.
Hand mit Geldbündeln in einer blauen Kühltasche am Strand.

Ende Juli trauten Badegäste vor der Küste von Casuzze bei Marina di Ragusa auf Sizilien wohl kaum ihren Augen. Mehrere Kühltaschen und in Plastik verpackte Pakete trieben im seichten Wasser und wurden von den Wellen langsam Richtung Strand getragen. 

Bei genauerem Hinsehen wurde klar: Die Taschen waren voller Bündel mit Bargeld. Den Gesamtwert des sichergestellten Geldes bezifferten die Behörden später auf knapp 700.000 Euro.

Motorboot-Passagiere werfen Geldbündel ins Meer

Nach Angaben des italienischen Nachrichtenportals Rai News war ein kleines Motorboot nur rund zehn Meter vom Strand entfernt aufgrund von Treibstoffmangel manövrierunfähig geworden und konnte nicht mehr weiterfahren. Zwei der vier Insassen gingen daraufhin an Land, um Benzin zu besorgen. Währenddessen trieb das Boot immer näher Richtung Ufer. Besorgte Badegäste alarmierten daraufhin die Küstenwache. 

Als sich die Einsatzkräfte dem Motorboot näherten, sollen die zwei verbliebenen Männer an Bord in aller Eile mehrere wasserdicht verpackte Kunststoffverpackungen mit Bargeld ins Meer geworfen haben. 

Badegäste, die sich in der Nähe aufgehalten haben, wurden auf die Kühltaschen und Kunststoffpakete, von denen einige bereits bis in die flache Uferzone getrieben waren, aufmerksam und sammelten sie ein. Als sich herausstellte, dass sie Bündel mit Euro-Banknoten enthielten, rückten die Finanzpolizei und die Polizei an. 

Boot wurde von Spezialeinheiten durchsucht

Alle vier Insassen des Bootes konnten von den Beamten schließlich gestoppt und das Wasserfahrzeug beschlagnahmt werden. Anschließend wurde es Medienberichten zufolge von Spezialeinheiten durchsucht. Die Staatsanwaltschaft in Ragusa leitete Ermittlungen ein. Nach ersten Erkenntnissen der Finanzpolizei könnten die knapp 700.000 Euro aus kriminellen Geschäften stammen. Die Ermittler prüfen unter anderem Geldwäsche und weitere illegale Aktivitäten.

Badegäste wollten das gefundene Geld behalten

Wie Rai News weiter berichtet, versuchten einige Badegäste offenbar, Geldpakete an sich zu nehmen. Die Einsatzkräfte verhinderten dies jedoch und stellten sämtliche im Wasser treibenden sowie bereits an Land gebrachten Geldpakete sicher. Was mit dem Geld nun passiert, darüber wird die Justiz entscheiden. 

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