90-Jähriger verschenkt sein 10-Millionen-Anwesen in München
Der 90-jährige Architekt Otto Gugger verschenkt sein rund zehn Millionen Euro wertvolles Grundstück samt Haus in München an eine Stiftung für bezahlbaren Wohnraum. (Symbolbild)
Der 90-jährige Architekt Otto Gugger möchte sein Haus samt einem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück im Münchner Stadtteil Großhadern verschenken. Der geschätzte Marktwert des Anwesens liegt bei rund zehn Millionen Euro.
90-Jähriger verschenkt Anwesen für besonderen Zweck
Das Haus wurde Medienberichten zufolge im Jahr 1934 von seinem Vater erbaut. Kinder hat Gugger keine, daher hat er sich gemeinsam mit seiner Schwester, die ebenfalls in dem Elternhaus lebt, dazu entschieden, mit der Schenkung etwas für seine Mitmenschen zu bewirken. Konkret möchte er Menschen unterstützen, „die ein schweres Schicksal haben oder für die es schwierig ist, das tägliche Leben in München hinzubekommen“, wie er im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung erklärte.
Einen Plan für die Zukunft des Grundstücks gibt es bereits: Am 14. April unterzeichnete Gugger einen Vertrag, der das weitere Schicksal des Grundstücks samt Garten und Wohnhaus regelt. Das Anwesen kommt der Stiftung „Daheim im Viertel“ zugute, die sich für bezahlbaren Wohnraum in München einsetzt.
Was soll mit dem Grundstück passieren?
Nach Angaben der Bild-Zeitung darf das Grundstück laut Vertrag 60 Jahre lang nicht verkauft werden und bleibt dauerhaft im Eigentum der Stiftung. „Das bin ich meinem Papa schuldig“, sagte Gugger gegenüber der Zeitung. Für den 90-Jährigen steht dabei vor allem der Gemeinwohlgedanke im Vordergrund, denn Eigentum bedeutet für ihn auch Verantwortung.
Auf dem Grundstück soll ein gemeinnütziges Wohnprojekt entstehen. Geplant sind Wohnungen für Pflegekräfte, Studierende, Familien und Menschen mit geringem Einkommen sowie eine betreute Wohngemeinschaft für benachteiligte Kinder und Jugendliche.
Gugger und seine Schwester erhalten ein lebenslanges Wohnrecht, doch schon im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Läuft das Bebauungskonzept mit den derzeit angedachten 20 bis 30 Wohnungen nach Plan, könnten 2029 bereits die ersten Bewohner einziehen.
In einem aktuellen Interview mit RTL erklärt Gugger, dass er sich bereits darauf freut, die künftigen Bewohner kennenzulernen: „Darauf freue ich mich. Wenn man die Leute kennenlernt, die dann hier sesshaft werden wollen. Ich kann mir vorstellen, dass da ganz nette Verbindungen entstehen.“
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