Über 3 Stunden gefangen: Familie mit Kindern sitzt an steiler Klippe fest

In Australien wurde eine siebenköpfige Familie von der Flut überrascht. Vier Erwachsene und drei Kinder harrten drei Stunden an einer steilen Klippe aus.
Blick auf das Meer von der Spitze einer steilen Klippe

Eine Familie geriet während einer Wanderung am Fuße einer Klippe in South Durras, Australien, in eine Notsituation und musste über drei Stunden auf einem steilen Felsvorsprung ausharren, während der Wasserpegel rasch anstieg. 

Eine Rettung per Helikopter war aufgrund der rauen Wetterbedingungen nicht möglich. Ein anspruchsvoller und nicht ungefährlicher Einsatz des Katastrophenschutzes konnte die sieben Personen schließlich befreien. 

Familie über drei Stunden an steiler Klippe gefangen

Der australische Katastrophenschutz der Stadt Batemans Bay teilte einen wöchentlichen Bericht über seine Rettungseinsätze, darunter auch den Fall der siebenköpfigen Familie. Videoaufnahmen vom oberen Rand des Felsvorsprungs zeigen, wie die sieben Personen, darunter vier Erwachsene und drei Kinder, dicht gedrängt an der steilen Klippe ausharren, während das tosende Meerwasser dagegen peitscht. 

Wasserpegel stieg rasch an

Was für die Touristengruppe am 19. April als gemütlicher Familienspaziergang an der Südküste von New South Wales im Murramarang-Nationalpark begann, endete in einer lebensbedrohlichen Situation. Am Sonntagmorgen war die Gruppe nahe des Campingplatzes North Head an der Küste unterwegs, als sie laut dem australischen Onlinemedium About Regional von einer großen Welle erfasst wurde. Daraufhin kletterten sie auf einen Felsvorsprung, der sich rund 10 Meter über dem Wasser befand, und setzten einen Notruf ab. Die Zeit drängte, denn der Wasserpegel stieg kontinuierlich. 

Riskante Rettung dauerte über drei Stunden

Mitglieder des Katastrophenschutzes NSW State Emergency Service (SES) sowie ein Rettungshubschrauber waren vor Ort. Aufgrund der rauen Wetterbedingungen scheiterte eine Rettung per Helikopter jedoch. Einsatzleiter Peter Collins erinnerte sich an den riskanten Einsatz: "Bei unserer Ankunft und einem Blick auf die hohe See und die Lage dieser Menschen wurde uns klar, dass es sich um eine sehr gefährliche und ungewöhnliche Situation handelte", sagte er gegenüber About Regional

Keine Verletzten

Man entschied sich schließlich für eine "vertikale Rettungstechnik". Dabei wurden die Einsatzkräfte einzeln mit Seilen rund 40 Meter die steile Felswand hinabgelassen und anschließend jeweils mit einem Familienmitglied wieder nach oben gezogen. Der gesamte Einsatz dauerte mehr als drei Stunden. Collins resümierte: "Wenn man einen halben Meter mehr Welle gehabt hätte oder die Welle ein oder zwei Meter größer gewesen wäre, hätten wir versuchen müssen, sie alle aus dem Wasser zu retten."

Eine der geretteten Personen, ein junges Mädchen, erlitt eine leichte Unterkühlung. Verletzt wurde ansonsten niemand.

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