Polizeieinsatz wegen Barbiepuppe: Drogen in Verpackung entdeckt
Drogen in Spielzeug: Im Bundesstaat Missouri wurden Barbiepuppen verkauft, in deren Verpackungen die Droge Fentanyl entdeckt wurde. (Symbolbild)
Eine Mutter aus Kansas City (Missouri) machte eine schockierende Entdeckung in der Verpackung der neuen Barbiepuppe ihrer Tochter. Beim Öffnen sah die US-Amerikanerin eine weiße Substanz in der Packung und kontaktierte daraufhin die Polizei.
Drogen in Puppenverpackung
Wie die Polizei von Kansas City in einem Statement berichtet, ereignete sich der Vorfall am 21. März. Die Beamten haben bei der Untersuchung der Barbie-Verpackung festgestellt, dass sich die Droge Fentanyl darin befand. "Es wurde festgestellt, dass fünf manipulierte Produkte verkauft wurden" heißt es in dem Statement.
Letzte Drogen-Packung wird gesucht
Vier Produkte wurden bereits aufgespürt, nach der fünften Packung wird noch gesucht. Man geht nicht davon aus, dass das letzte Produkt an einen anderen Einzelhändler geschickt wurde, zudem wurden "keine Verletzungen" im Zusammenhang mit den Verpackungen gemeldet. Laut KSHB waren die Puppen selbst nicht mit der Droge bedeckt. Die Fentanyl-Päckchen wurden in die Boxen hineingeklebt.
Fentanyl-Krise in den USA
Bereits seit mehreren Jahrzehnten wird ein steigender Konsum des synthetischen Opioids Fentanyl in den USA beobachtet. Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Jänner 2025 hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, hart gegen die Drogenkriminalität im Land vorzugehen. Das Staatsoberhaupt forderte Mexiko auf, sich stärker im Kampf gegen den Drogenhandel einzubringen. Das angeblich mangelnde Vorgehen Mexikos unter anderem gegen Fentanyl-Schmuggel war einer der Gründe für Trumps Strafzölle gegen das Nachbarland.
Trump bezeichnet Fentanyl als "Massenvernichtungswaffe"
- Auf Druck der USA hat China im Kampf gegen den Handel mit Chemikalien zur Herstellung der Droge Fentanyl sieben Menschen festgenommen. Washington fordert von China seit Langem ein härteres Vorgehen, einschließlich der Festnahme von Verkäufern der Chemikalien. Trump die Untätigkeit Chinas als Grund für die Verhängung von Zöllen in Höhe von 20 Prozent angeführt. Diese wurden halbiert, nachdem China ein hartes Vorgehen gegen die Fentanyl-Netzwerke zugesagt hatte.
- Per Dekret stufte Donald Trump das Schmerzmittel Fentanyl als "Massenvernichtungswaffe" ein und behauptete entgegen der offiziellen Statistik, "200.000 bis 300.000 Menschen" würden jährlich durch das Mittel ums Leben kommen.
- Laut US-Gesundheitsbehörde sind die Zahlen deutlich geringer: Demnach starben im vergangenen Jahr schätzungsweise 80.000 Menschen an einer Überdosis. 48.000 dieser Toten starben durch den Missbrauch von Schmerzmitteln.
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