Als die chinesische Stadt Wuhan in Jänner abgeriegelt wurde, war es für viele noch unvorstellbar, in einer ähnlichen Situation zu sein. Sechs Wochen später gewöhnt man sich langsam an das Bild leerer Straßen und Plätze. Ein Blick auf normalerweise völlig überlaufener Tourismusmagnete in Zeiten der Ausgangssperren oder zumindest der Empfehlungen, zuhause zu bleiben, zeigt das Ausmaß der Maßnahmen - insbesondere für Tourismus und Wirtschaft.
Am Sonntag beschlossen die palästinensischen Behörden, die Al Aqsa-Moschee geschlossen zu lassen. In etlichen Ländern sind Freitagsgebete - ebenso wie christliche Messen - absgesagt.
An der heiligsten Gebetsstätte der Juden wird streng kontrolliert. Es dürfen sich immer nur zehn Menschen gleichzeitig an der Klagemauer in Jerusalem aufhalten.
Italien, das am schlimmsten vom Coronavirus getroffene Land Europas, hat seit Tagen Ausgangsverbote. Am Markusplatz, normalerweise voll mit Touristen, ist niemand. Nicht einmal Tauben, wie üblich.
In Vietnam gelten Einreiserestriktionen und andere Maßnahmen. Eine Ausgangssperre gab es zunächst nicht, doch beliebte Plätze blieben dennoch teilweise leer.
Spanien hat aufgrund der hohen Zahlen an Coronavirus-Infizierten eine Ausgangssperre verhängt. Touristen kommen zu den sonst beliebten Sehenswürdigkeiten nicht mehr.
Griechenland wird von dem Virus und den damit verbundenen Beschränkungen in einer heiklen Phase erwischt. Einerseits warten Tausende Flüchtlinge in den Lagern auf den griechischen Inseln, die vor der Pandemie kaum geschützt werden können. Andererseits ist die Wirtschaft des Landes mehr als instabil. Lange Ausfälle hätten verheerende Folgen.
Das Global Village will weltweit das größte Tourismus-, Freizeit-, Einkaufs- und Unterhaltungsprojekt sein. Jetzt ist es leer. Dubai hat älteren Menschen - "sowohl Staatsbürgern, als auch Ausländern" empfohlen, zuhause zu bleiben.
Die ungarische Regierung behauptet, die Krise im Griff zu haben, doch etliche Pflegekräfte sollen fehlen. Schulen wurden zunächst nicht geschlossen, das Gesundheitsministerium empfahl zunächst sogar einen Besuch in einem der in Ungarn berühmten Thermalbäder.
Die Karlsbrücke in Prag bietet einen seltenen Anblick. Hier geht nur eine Person über das Wahrzeichen der Stadt der Brücken. In Tschechien wurde die Bewegungsfreiheit eingeschränkt.
Der Zugang zur Großen Moschee in Mekka, der heiligsten Stätte der Muslime, ist mittlerweile zumindest für manche wieder geöffnet. Doch Pilger aus Saudi Arabien und dem Ausland dürfen nicht anreisen. Und die lokalen Besucher dürfen die heilige Kaaba aus hygienischen Gründen nicht berühren.
Kommentare