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Chronik Welt
09/05/2019

Bahamas nach Dorian: USA sichern "angemessene Hilfe" zu

Die Zahl der Todesopfer nach dem verheerenden Hurrikan auf den Bahamas ist auf 20 gestiegen. Die USA haben Hilfe zugesichert.

Nach dem verheerenden Hurrikan "Dorian" hat US-Präsident Donald Trump der Regierung der Bahamas "alle angemessene Hilfe" der USA zugesichert. Trump habe in einem Telefonat mit Premierminister Hubert Minnis auch sein Beileid ausgedrückt für die Opfer und für die von dem Wirbelsturm verursachte "katastrophale Zerstörung", erklärte das Weiße Haus am Mittwochabend.

Trump und Minnis wollten demnach in Kontakt bleiben, um eine möglichst effiziente Hilfe aus den USA sicherzustellen.

Die US-Küstenwache ist bereits mit Hubschraubern auf den Inseln südöstlich des US-Bundesstaats Florida im Einsatz. Weitere Hilfe ist auf dem Weg, auch ein Hilfseinsatz des US-Militärs steht im Raum. "Dorian" war am Sonntag als Hurrikan der höchsten Kategorie auf die Bahamas getroffen und verharrte lange über den nördlichen Inseln. Für die Bahamas war es der stärkste Wirbelsturm seit Beginn der modernen Aufzeichnungen.

Die Zahl der bestätigten Todesopfer nach dem verheerenden Hurrikan auf den Bahamas ist auf 20 gestiegen. Das sagte Gesundheitsminister Duane Sands mehreren Medien. Die Such- und Rettungseinsätze auf den betroffenen Inseln hätten aber gerade erst begonnen, erklärte er dem Radiosender Star 106.5 FM. Die Opferzahl wird demnach vermutlich noch steigen.

Die Bahamas seien ein relativ wohlhabendes Land, doch angesichts des Ausmaßes der Katastrophe - das fast ein Fünftel der Bevölkerung betreffe - sei auch Hilfe von außen nötig, erklärt Lowcock. Teile der Inseln sind immer noch von der Außenwelt abgeschnitten, es gibt keine Stromversorgung mehr und nur noch stark eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten.

Die US-Küstenwache ist bereits mit acht Helikoptern auf den Inseln südöstlich des US-Bundesstaats Florida im Einsatz. Auch das Rote Kreuz und andere Helfer haben mit Einsätzen begonnen, nachdem der Hurrikan am Dienstagabend in Richtung Florida abgezogen war.

"Dorian" hatte am Sonntag zuerst die Abaco-Inseln im Nordosten des Karibikstaates getroffen - mit Windböen von fast 300 Kilometern pro Stunde. Er gehörte damit zu den Hurrikans der gefährlichsten Kategorie fünf. Es handelte sich um den verheerendsten Wirbelsturm auf den Bahamas seit Beginn moderner Aufzeichnungen. Am Montag war "Dorian" über die Insel Grand Bahama gezogen und hatte sich nur langsam weiterbewegt. Erst am Mittwoch zog er vollständig über das Land hinweg, so dass die Rettungseinsätze auch auf Grand Bahama beginnen konnten.