© REUTERS/Siphiwe Sibeko

Chronik Welt
02/19/2020

Am Geldhahn im Sozialamt: Dänin überwies sich selbst 16 Millionen

Die Beamtin war jahrelang für die Finanzierung von Projekten zuständig. Jetzt muss sie wegen Betrugs sechseinhalb Jahre in Haft.

In Südafrika war Endstation für die Dänin Britta Nielsen. Die 65-Jährige hatte sich jahrelang an der dänischen Staatskassa bedient. Als Mitarbeiterin des Sozialamtes hat sich zwischen 1993 und 2018 rund 300 Mal ihre eigene Bankverbindung als Empfängerin angegeben - und damit Geld abgezweigt, das an sozial Schwache gehen sollte.

Die Ausbeute: Rund 117 Millionen Dänische Kronen, umgerechnet 15,5 Millionen Euro. Davon finanzierte Nielsen unter anderem Luxusautos und Immobilien.

Bei einer Revision 2018 sind die Behörden der mittlerweile wohlhabenden Frau auf die Schliche gekommen. Zu dem Zeitpunkt war Nielsen bereits in Südafrika, wo sie nach sechs Woche Haft festgenommen wurde.

Sechseinhalb Jahre Haft

In einem der spektakulärsten Betrugsprozesse der dänischen Geschichte musste sich Britta Nielsen wegen Amtsmissbrauchs und Dokumentenfäschung verantworten. Diese Woche wurde sie zu sechs Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Sie hatte sich teils schuldig bekannt und die Überweisungen an sich selbst zugegeben. Ihre Verteidigerin Nima Nabipour erklärte nach dem Urteil, ihre Mandantin sei "erleichtert und froh, dass jetzt alles vorbei ist". Sie nehme das Urteil an.

Die Staatsanwaltschaft, die bis zu 12 Jahre Haft gefordert hatte, kann noch gegen das Urteil berufen.

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