Lawinenwarnung aufs Handy: Skigebiet setzt neues Warnsystem ein
Neues Warnsystem in Vorarlberger Skigebiet
26 Menschen starben in der Wintersaison 2025/26 bereits unter Lawinen, laut dem "Kuratorium für Alpine Sicherheit" deutlich mehr als im langjährigen Durchschnitt: Pro Wintersaison kommen in Österreich zehn Menschen bei Lawinenabgängen ums Leben.
In der Vorarlberger Skiregion Diedamskopf versucht man einen neuen Weg, um Wintersportler vor potenziellen Gefahren zu warnen: Zwei Monate lang wurde "Avalanche Alerts" getestet, nun wurde das System im gesamten Skigebiet ausgerollt.
Wie das System funktioniert
Das Gelände wurde in "digitale Sicherheitszonen" eingeteilt, erläutert Geschäftsführer Stefan Lucchini. Einbezogen wurden unter anderem Lawinenlageberichte und topografische Anlaysen des Gebiets. Personen, die sich mit ihren Smartphones in einem möglichen Gefahrenbereich befinden, erhalten eine Warnung.
Das System basiere auf bestehender Online-Werbeinfratsruktur, hieß es. Doch statt Werbung erhalten Personen, die sich in dem Raum bewegen, "kontextbezogene Lawinenwarnungen, ohne App, ohne Registrierung, ohne vorherige Aktivierung und DSVGÖ-konform".
"Soll allen zugänglich sein"
Ziel sei es, nicht nur im Moment der eigentlichen Gefahr zu warnen, sodern auch zu verhindern, dass" gesperrte oder lawinengefährdete Hänge erneut befahren werden".
"Avalanche Alert" sei bewusst als Open-AI-System konzipiert, betont Lucchini und könne von anderen Regionen übernommen werden. "Wenn ein System hilft, Menschen früher zu erreichen, sollte es allen zugänglich sein."
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