Tirol: Regen sorgt für große Lawinengefahr am Montag

Stufe vier im südlichen Nordtirol und nördlichen Osttirol Durchnässung sorgt in Tirol am Montag für große Lawinengefahr.
Ein Schild warnt vor hoher Lawinengefahr.

Die Durchnässung der Schneedecke sowie bevorstehende Niederschläge mit Regen bis 2.500 Meter lassen ab morgen, Montag (13. April), gebietsweise die Lawinengefahr in Tirol auf Stufe vier der fünfteiligen Skala ansteigen. Große Lawinengefahr bestehe im südlichen Nordtirol und im nördlichen Osttirol, heißt es im Lawinenwarndienst des Landes Tirol für Montag, wie die APA berichtet.

Bei Skitouren und Aktivitäten abseits gesicherter Pisten sei große Vorsicht geboten. Stufe vier, die zweithöchste Lawinengefahr, herrscht in der Weißkugelgruppe, Gurgler Gruppe, Stubaier Alpen Mitte, Zillertaler Alpen Nordwest, Zillertaler Alpen Nordost, Venedigergruppe sowie Glocknergruppe Süd. In weiteren Teilen Nordtirols und Osttirols gilt verbreitet Lawinengefahrenstufe 3 (erhebliche Gefahr).

Zurückhaltung im freien Gelände

Sicherheitslandesrätin Astrid Mair appelliert gemeinsam mit dem Lawinenwarndienst des Landes Tirol zu Zurückhaltung im freien Gelände: "Die Lawinensituation ist gefährlich. Steilgelände über 30 Grad sollte gemieden werden. Lawinen können in kanalisierten Sturzbahnen bis ins Grüne vorstoßen - Vorsicht ist deshalb auch in Auslaufbereichen von Lawinen geboten. Wir appellieren eindringlich an alle Wintersportlerinnen und Wintersportler zur Zurückhaltung in den betroffenen Gebieten."

Spontane Lawinen sind zu erwarten

Das tief in die Schneedecke eindringende Wasser führe zur Schwächung der grobkörnigen Schwachschichten aus dem Frühwinter, erläuterte Matthias Walcher vom Lawinenwarndienst des Landes Tirol. Die Auslösebereitschaft von feuchten und nassen Lawinen steige damit an. Besonders an steilen West-, Nord- und Osthängen zwischen etwa 2.200 Meter und 2.500 Meter seien spontane mittlere bis große Lawinen zu erwarten. Der Experte geht davon aus, dass mit der Abkühlung in der Nacht auf Dienstag die Lawinengefahr allmählich wieder abnimmt.

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