Lawinenunglück im Tiroler Kaunertal: Seil riss bei Absturz
In Tirol gilt vielerorts die Lawinenwarnstufe 3.
Zwei Alpinisten aus Frankreich im Alter von 48 und 50 Jahren sind am frühen Dienstagnachmittag bei einem Lawinenabgang im Zuge des Aufstiegs über das Gepatschjoch im Tiroler Kaunertal schwer verletzt worden.
Die beiden wurden von einem Schneebrett erfasst und über teilweise senkrechtes, sehr steiles Gelände in die Tiefe gerissen. Die Wintersportler wurden dabei nicht verschüttet.
Notarzthubschrauber flogen die Franzosen letztlich in das Krankenhaus nach Zams, hieß es. Zwei weitere Landsmänner, die mit ihnen unterwegs waren, wurden indes von der Lawine nicht erfasst und blieben unverletzt.
Das Seil riss
Die beiden letztlich von der Lawine Mitgerissenen waren mit einem Halbseil angeseilt gewesen. Nachdem sie von dem Schneebrett erfasst worden waren, kam es an einer Felskante auch noch zu einem Seilriss und die Alpinisten stürzten quasi in freiem Fall in die Tiefe.
Die vier Tourengeher hatten sich auf einer Alpendurchquerung befunden und waren am Brandenburger Haus gestartet. Anschließend stiegen sie zur 3.498 Meter hohen Weißseespitze in den Ötztaler Alpen auf, um anschließend über den Gepatschferner wieder abzufahren.
Es gilt Lawinenwarnstufe 3
Als sie dann über das Gepatschjoch aufsteigen wollten, kam es schließlich zu dem Lawinenabgang. In Tirol herrschte am Dienstag verbreitet erhebliche Lawinengefahr, also Stufe 3 der fünfteiligen Skala. Bei dieser Warnstufe passieren erfahrungsgemäß die meisten Lawinenunfälle.
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