Da geht noch mehr: Steiermark setzt auf Ausbau der Windkraft
In der Steiermark soll die Windkraft ausgebaut werden
Während die Bundesländer Kärnten und Oberösterreich beim Ausbau neuer Windkraftanlagen zaudern, plant die Steiermark, in dem Bereich deutlich zuzulegen: Die FPÖ-ÖVP-Landesregierung hat das "Sachprogramm Windenergie" überarbeiten lassen und will die bisherige Leistung von 324 Megawatt auf 600 Megawatt bis 2030 beinahe verdoppeln.
"Wirtschaftliche Notwendigkeit"
"Die Energiewende ist keine ideologische Frage, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit", begründet Vizelandeshauptfrau Manuela Khom. "Spätestens die jüngsten internationalen Entwicklungen haben gezeigt, wie abhängig wir immer noch von externen Faktoren sind."
Die Verordnung der Landesregierung, die nun für acht Wochen zur öffentlichen Begutachtung aufliegt, wählte aus 140 eingereichten Projekten aus.
Bis zu 164 neue Anlagen
Eingeteilt wurde in insgesamt 18 Zonen; das meiste Potenzial fand sich in 29 Gemeinden in der Ober- und Weststeiermark. Insgesamt sollen 105 bis 164 neue Windkraftanlagen errichtet werden, die 530 bis 700 Megawatt Leistung bringen. Derzeit gibt es 122 Anlagen im Bundesland.
Um welche Regionen geht es?
- 9 Vorrangzonen - dort sollen im "landesweiten öffentlichen Interesse" Windräder räumlich konzentriert errichtet werden. In diesen Zonen ist kein Widmungsverfahren der Raumordnung nötig. Das betrifft folgende Regionen: Hiasbauerhöhe, Kampelekogel/Stoffkogel, Hauereck, Hahnkogel, Ochsenkogel/Bärenkogel, Himberger Eck, Veitschbachtörl, Eisnerkogel/Langeben, Floning.
- Weiters gibt es 5 Eignungszonen. Das betrifft Bundschuh, Perchauer Eck, Hubereck/Klosterkogel, Brandwald/Steinplan, Steineck/Kammern.
- 4 Erweiterungen bestehender Zonen. Das betrifft Moschkogel, Rosskogel werden erweitert, Herrenstein und Pongratzer Kogel.
Wird der Entwurf in der Form beschlossen, stehen künftig rund 9.400 Hektar Fläche für Windräder zur Verfügung, das sind 0,57 Prozent der Landesfläche.
Wo Windräder untersagt sind
Im Gegenzug wird aber auch jene Fläche ausgeweitet, in der keine Windräder errichtet werden dürfen. Diese sogenannte Ausschlusszone wird um zehn Prozent bzw. rund 40.000 Hektar vergrößert: Auf 27 Prozent der Landesfläche können somit keine Windenergieanlagen gebaut werden.
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