Tourismus-Offensive: Was die Steiermark jetzt vorhat

2025 wird stark auf das Thema Radfahren gesetzt: 2,4 Millionen Euro werden investiert und neue Strecken sowie Beschilderungen geschaffen.
Zwei Radfahrer fahren auf einem Weg vor einer Bergkulisse.

Zusammenfassung

  • Steiermark setzt im Sommertourismus 2025 auf Rad-Schwerpunkt und investiert 2,4 Millionen Euro in neue Strecken und Beschilderung.
  • Internationalisierung wird durch eine Sommerkampagne in zehn europäischen Märkten und gezielte Angebote für ausländische Gäste vorangetrieben.
  • Tourismusregionen setzen individuelle Schwerpunkte wie Bike & Spa, Rennradsport oder Radpilgern und feiern regionale Besonderheiten wie das Naturnachtgebiet im Gesäuse.

Der bevorstehende Sommer steht beim steirischen Tourismus ganz im Zeichen des Rads: "Unser Ziel ist es, Radland Nummer eins zu werden", sagte der Geschäftsführer des Steiermark Tourismus, Michael Feiertag, bei der Präsentation der Sommer-Kampagne am Mittwoch in Graz.

Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) unterstrich mit Zahlen: "4.000 Schilder wurden erneuert." Er blickte auch auf erstmals mehr als acht Mio. Nächtigungen im Sommer 2025 zurück: "Das ist alles kein Selbstläufer."

Investitionen seien nötig, so Kunasek weiter, denn die guten "Zahlen sind kein Zufall". Die Campinginitiative, in die rund eine Million Euro gesteckt wurde, brachte beispielsweise fünf Millionen Euro an Wertschöpfung wieder zurück in die Steiermark.

Ähnliches stellen sich die Touristiker nun beim Schwerpunkt Rad vor. 2,4 Millionen Euro werden investiert, neue Strecken werden erschlossen und Routenbeschilderungen erneuert, um Gäste noch besser zu lenken.

Woher die Urlauber kommen

Im Sommer 2025 wurden 2,72 Millionen Gästeankünfte (2024: 2,67 Millionen) in der Steiermark verzeichnet. Die Nächtigungen lagen 2024 knapp unter der acht Millionen-Marke. Das Ziel, diese 2025 zu überschreiten, ist gelungen. 56,1 Prozent der Nächtigungen entfallen auf den österreichischen Markt und auch in den bevorstehenden Osterferien werden die meisten Österreicherinnen und Österreicher Urlaub in der Steiermark machen, ergaben jüngste Umfragen.

Der Fokus der Touristiker liegt daher auch zunehmend auf dem internationalen Markt. Im Sommer 2025 waren die stärksten Zuwächse aus Tschechien, Ungarn, Polen und der Slowakei zu verzeichnen. Dieser Trend soll sich fortsetzen.

Sommerkampagne mit Herz

Der Titel der überregionalen Sommerkampagne lautet "Wofür schlägt dein Herz?". Sie wird in zehn Märkten ausgespielt: Österreich, Deutschland, Ungarn, Tschechien, Polen, Italien, Slowakei, Niederlande, der Schweiz und Großbritannien. Mit dem grünen Herz und dem steirischen Panther beklebte Züge sollen bald auch deutschlandweit im Einsatz sein. Straßenbahnen in Wien, Berlin, Prag und Mailand sind ebenfalls gebrandet.

Die steirischen Tourismusregionen haben sich mit Radschwerpunkten auf die kommende Sommersaison vorbereitet:

  • Im Thermen- und Vulkanland wird auf "Bike & Spa" gesetzt.
  • In der Südsteiermark geht es mit "Bike & Hike" auf die Aussichtstürme der Region.
  • Die Oststeiermark will sich auf den Rennradsport auf den Straßen und das Graveln (mit der 193 Kilometer langen Tour "Der große Jogl") konzentrieren.
  • In der Hochsteiermark wird das Radpilgern nach Mariazell beworben.
  • Am Erzberg steht ein neues Mountainbike-Konzept in den Startlöchern.
  • Die Region Schladming-Dachstein will ihr Rad-Angebot noch mehr auf den Frühling und den Herbst ausdehnen. 2027 eröffnen gleich mehrere neue Strecken.

Die Region Murau feiert 2026 mit einem Wandertheater 950 Jahre Benediktinerstift St. Lambrecht. Im Gesäuse wird es finster: Erst kürzlich wurde die Region Teil des größten Naturnachtgebiets Mitteleuropas und gehöre damit zu den Top Ten der Welt in puncto Nachthimmelbeobachtung.

Rund 6.000 Sterne der Milchstraße sind am dunklen Nachthimmel im Gesäuse zu sehen. Es gelte "etwas zu erleben, das selten geworden ist", so Jaqueline Egger, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Gesäuse.

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