Fünf Etappen durch drei Länder im Zeichen einer alten Rebsorte

Eine Route, zwei Länder und eine Rebsorte als roter Faden und neue Radweg-Projekte im Land.
Vier Personen sitzen an einem steinernen Tisch im Freien, trinken Wein und genießen ein Picknick, Fahrräder stehen daneben.

Pünktlich zum Start der Radsaison hat das Burgenland am Wochenende zum Anradeln geladen. Dabei war eine neue Route besonders im Fokus – der Furmint Trail. Dieser führt auf fünf Etappen führt durch einige der spannendsten Wein- und Kulturlandschaften Mitteleuropas.

Die Route beginnt in Rust am Neusiedler See und verläuft durch das Blaufränkischland, über die Thermenregion Lutzmannsburg bis in den grenzüberschreitenden Naturpark Raab-Őrség-Goričko, nach Bad Radkersburg und weiter nach Ljutomer. Ziel ist der Weinort Jeruzalem, die Heimat des slowenischen Šipon, des lokalen Pendants zum Furmint.

Die Weinbauregionen Rust im Burgenland und Jeruzalem in Slowenien verbindet eine Besonderheit: In beiden Regionen hat sich die alte Rebsorte Furmint erhalten. Ihre Trauben werden zu Wein gekeltert. Abseits aktueller Modeweine und Trendsorten steht damit eine Rebsorte im Mittelpunkt, die den Weg von Anfang bis Ende prägt.

Der Trail verbindet jedoch nicht nur zwei Weinregionen, sondern mehrere Kleinregionen voller Natur- und Kulturerbe. Dazwischen liegen regionale Spezialitäten und Landschaften, die den Weg zu einer genussreichen touristischen Attraktion machen. Diese soll langsam und behutsam entdeckt werden.

Neue Radwege

In das burgenländische Radwegenetz fließen heuer fünf Millionen Euro. Geplant sind Projekte in Wiesen, Marz, Neutal, Draßmarkt und Königsdorf. Ziel ist es, Gemeinden besser miteinander zu verbinden und den Umstieg auf das Fahrrad im Alltag zu fördern. „Damit sollen die Menschen dazu bewegt werden, nicht nur in der Freizeit aufs Rad zu steigen, sondern auch mit dem Rad in die Arbeit zu fahren“, sagt Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (SPÖ).

Begleitend soll mit Internetvideos in sozialen Medien auf mehr Sicherheit aufmerksam gemacht werden, insbesondere auf Strecken, auf denen sich Rad-, Auto- und Traktorverkehr begegnen.

Zusätzlich startet wieder die Mitmach-Aktion „Burgenland radelt“, die von März bis September läuft. Neu ist heuer eine Fahrradkino-Tour mit drei geplanten Veranstaltungen. Dabei wird ein Film auf einer Leinwand gezeigt, während mehrere Fahrräder durch Treten den Strom für den Beamer erzeugen. Im Herbst findet dann in der Landeshauptstadt der Rad- und Fußverkehrsgipfel statt.

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