Lebensmittel und Getränke: So viel geben Haushalte pro Monat aus
Rund 470 Euro geben Haushalte monatlich für Lebensmittel und Getränke aus (Symbolbild)
Gleich vorweg: „Die Mehrwertsteuersenkung wurde weitergegeben“, betont Andrea Büdenbender, Marktforscherin in der Arbeiterkammer Steiermark.
Apfel, Brot, Käse
Die AK hat Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke erhoben und die wichtigsten Produkte als Warenkorb zusammengefasst. Das Spektrum reichte dabei von Äpfeln und Erbsen bis zu Fruchtjoghurt und Gouda sowie Mischbrot, Vollmilchschokolade und Orangensaft.
17 Grundnahrungsmittel landeten im Einkaufswagerl, erworben wurden die Produkte in fünf Supermärkten bzw. Diskontern. Im Vergleich zu einer Erhebung aus April dieses Jahres sanken die Preise über den gesamten Einkauf gerechnet durchschnittlich um 7,6 Prozent.
Wie viel kostet Ernährung?
Weitere interessante Fakten liegen im Detail. 472 Euro zahlt jeder Haushalt monatlich für Lebensmittel und Getränke, betont Büdenbender. Hochgerechnet auf alle Haushalte im Bundesland sind das Ausgaben von rund 2,7 Milliarden Euro.
Deutliche Unterschiede ergaben sich bei den Testeinkäufen zudem zwischen Eigenmarken, Markenprodukten und Bioware:
- Ein Warenkorb, der ausschließlich mit Eigenmarken befüllt wurde, kostete 23,13 Euro.
- Wurden ausschließlich Markenprodukte gekauft, betrug der Preis 40,96 Euro.
- Bei Bioware ergaben sich Kosten von 51,64 Euro.
Auch auf die einzelnen Warengruppen bezogen gab es durch die Mehrwertsteuersenkung Ersparnisse: Billiglinien wurden im Vergleich zu April durchschnittlich um 5,3 Prozent günstiger, Markenprodukte um 7,7 Prozent. Am niedrigsten fiel die Ersparnis bei Bioware aus, sie wurde um knapp ein Prozent billiger.
Besonders auffällig sind aber die Preisdifferenzen, wenn einzelne Waren verglichen werden. Bei Äpfeln oder Tiefkühlerbsen etwa gab es Unterschiede von bis zu 300 Prozent, je nachdem, ob Eigenmarke, Markenprodukt oder Bioware gewählt wurde.
Ein spezieller Ausreißer war die Vollmilchschoko: Die Testkäufer registrierten Unterschiede von bis zu 668 Prozent.
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