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Grazer Unis unterstützen Start-ups mit sechs Millionen Euro

Für den „iHub Graz“ sind in den kommenden sieben Jahren rund sechs Millionen Euro vorgesehen. Start-ups sollen für bis zu 18 Monaten weiterfinanziert werden.
Drei Männer in Business-Kleidung sitzen nebeneinander auf einer Betontreppe vor einem modernen Gebäude.

Zusammenfassung

  • Med Uni Graz, TU Graz und Uni Graz gründen mit dem „iHub Graz“ ein gemeinsames Transferzentrum, um akademische Spin-offs in der Wachstumsphase investor-ready zu machen.
  • Der iHub soll die Finanzierungslücke nach der Frühphase schließen, die Sichtbarkeit vielversprechender Start-ups erhöhen und internationale Risikokapitalgeber über eine zentrale Anlaufstelle ansprechen.
  • Für sieben Jahre stehen rund sechs Millionen Euro bereit; Scouts identifizieren an den Unis geeignete Projekte, die im iHub zwölf bis 18 Monate bis zum Einstieg von Venture Capitalists unterstützt werden.

Die Steiermark zählt zu einem der drei größten Start-up-Standorten Österreichs mit einem besonders hohen Anteil akademischer Spin-offs. Während die Frühphase noch von großzügigen Förderungen geprägt ist, fehlen dann aber oft die Mittel zur Expansion.

Mit dem Innovation Hub Graz (iHub Graz) haben drei Grazer Unis ein Transferzentrum gegründet, das die vielversprechendsten Kandidaten „investor-ready“ machen und entsprechendes Risikokapital anziehen soll.

Innophore, BRAVE Analytics, Leftshift One, Easelink, TACEO und viele mehr - von der Medizinischen Universität Graz, der TU Graz und Uni Graz sind in den vergangenen zehn Jahren aus den Bereichen Life Sciences und MedTech, AI und Cybersecurity oder auch Green Tech etliche Start-ups hervorgegangen.

Finanzierungslücke im Anschluss

Während aber die Fördermittel in der Anfangsphase noch sprudeln und junge Unternehmen ihre Ideen entwickeln und erste Schritte wagen können, tut sich im Anschluss oftmals eine Finanzierungslücke für den hohen Kapitalbedarf zum weiteren Wachstum auf. „Wir wollen mit unserem Zusammenschluss die erfolgreichen Start-ups investorfähig machen“, schilderte Rektor Host Bischof von der TU Graz am Mittwoch im Grazer Pressegespräch die Idee hinter dem „iHub Graz“.

Die gemeinsam gegründete Uni-Transfergesellschaft soll die Sichtbarkeit der erfolgversprechendsten Grazer Start-ups erhöhen und sie in die nächste Finanzierungsphase Risikokapitalgebern auf internationaler Ebene führen.

Unis unterstützen

„Die Grazer Universitäten bieten seit Jahren unterstützende Angebote im Bereich Wissens- und Technologietransfer an, der iHub Graz bringt die Gründungen dann zur Investitionsreife. Und weil wir in Effizienzen denken und Parallelwelten vermeiden wollen, haben wir uns zusammengeschlossen und denken das Grazer Innovationsökosystem gemeinsam“, erklärte Rektor Peter Riedler von der Uni Graz die Vision dahinter.

Für künftige Investorinnen biete sich dadurch vor allem „eine klar sichtbare Schnittstelle nach außen. Wir bieten Investorinnen und Investoren im One-stop-shop-Prinzip eine gemeinsame Anlaufstelle. Unser Maßstab sind Ergebnisse nicht Zuständigkeiten“, sagte Bischof. Die drei Universitäten sind zu je einem Drittel an der Transfergesellschaft beteiligt.

Für die kommenden sieben Jahre hat man dafür Mittel in der Höhe von rund sechs Millionen Euro reserviert. Die Geschäftsführung werde in den kommenden Tagen ausgeschrieben, schilderte Vizerektor Alexander Rosenkranz von der Med Uni Graz.

„Scouts“ an den Unis

An den Unis werde es sogenannte Scouts geben, die die erfolgversprechendsten Projekte und Spin-offs frühzeitig identifizieren. Nach der Übernahme in den iHub sollen die Spin-offs mit dem von der Transfergesellschaft organisierten Kapital aus Förder- und Partnerquellen zwölf bis 18 Monate weiterfinanziert werden, bis Venture Capitalists einsteigen.

Das Ziel ist klar: Immer sollen sich rund zehn Spin-offs im iHub befinden. Sobald Risikokapitalgeber einsteigen, zieht sich die Transfergesellschaft zurück und bleibt nur noch als passiver Anteilseigner beteiligt.

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