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„Pfiat Gott“: Salzburger Vizebürgermeister Kreibich (VP) tritt zurück

Der 57-Jährige war innerhalb der ÖVP wegen seiner konsensualen Politik mit der SPÖ unter Druck geraten, Landeshauptfrau Edtstadler sprach von Auffassungsunterschieden.
SALZBURG: GEMEINDEVERTRETUNGS- UND BÜRGERMEISTERWAHLEN / STIMMABGABE KREIBICH (ÖVP)

Zusammenfassung

  • Salzburgs Vizebürgermeister Florian Kreibich (ÖVP) hat seinen Rücktritt in den kommenden Wochen angekündigt und will 2029 nicht mehr kandidieren.
  • Kreibich begründete den Schritt mit seiner Ablehnung von „kleinpolitischem, kleinkariertem Geplänkel“ und kündigte an, seine Ressorts geordnet zu übergeben.
  • In der Salzburger ÖVP war Kreibich wegen seines konsensualen Kurses umstritten, während Edtstadler von „Auffassungsunterschieden“ sprach und eine Neuaufstellung der Stadtpartei ankündigte.

Der Vizebürgermeister der Stadt Salzburg, Florian Kreibich (ÖVP), hat Samstagabend seinen Rücktritt in den kommenden Wochen angekündigt. Mit den Worten „es ist Zeit, servus, pfiat Gott und auf Wiedersehen zu sagen“, leitete er in einer Video-Botschaft die Nachricht ein, 2029 nicht mehr zur Wahl anzutreten.

„Kleinpolitisches, kleinkariertes Geplänkel war nie mein Ding. Ich bin immer gestanden für eine zielorientierte Sachpolitik. So möchte ich in meinen beiden Ressorts in den nächsten Wochen noch das zu Ende arbeiten, was angefangen worden ist, um dann meiner Nachfolge dementsprechend ein gut bestelltes Haus übergeben zu können“, erklärte der 57-Jährige, der seit 2024 die Funktion des Vizebürgermeisters innehatte.

Wegen konsensualer Politik angeeckt

Innerhalb der Salzburger ÖVP ist Kreibich in den letzten Monaten wegen seiner eher konsensualen Politik mit der roten Stadt angeeckt. So erklärte Landeshauptfrau Karoline Edtstadler in einer Aussendung: „Es ist kein Geheimnis, dass es zuletzt Auffassungsunterschiede über den Kurs der Stadt-ÖVP gab. Ich danke Florian Kreibich aber für die reibungslose und zeitgerechte Übergabe.“ 

Ihr Ziel sei es nun, „die Salzburger Volkspartei jünger, weiblicher und schlagkräftiger zu machen“, kündigte sie an.

Auch der Landesgeschäftsführer und Stadtpartei-Obmann Nikolaus Stampfer sprach von einem „ehrlichen Schritt“, nachdem eine grundlegende Übereinstimmung von Kreibich mit der ÖVP nicht mehr gegeben sei.

Am Montag wollen der Gemeinderatsklub und das Stadtpartei-Präsidium gemeinsam die nächsten Schritte beraten.

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