ÖBB-Tauerntunnel: Totalsperre von Februar bis Juli 2027

Wichtige Nord-Süd-Bahnverbindung dicht: Ersatzverkehr bringt 2027 massive Einschränkungen.
ÖBB Sperre Tauerntunnel

Der ÖBB-Tauerntunnel zwischen Böckstein (Salzburg) und Mallnitz (Kärnten) wird für die zweite und finale Etappe seiner Sanierung von 8. Februar bis 9. Juli 2027 erneut vollständig gesperrt. 

Wie die Bundesbahnen am Montag informierten, beginnen die Vorarbeiten auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung über die Alpen bereits im Herbst 2026, diese erfolgen aber noch ohne Einschränkungen für Fahrgäste. Die Sperre selbst hat dann wieder große Auswirkungen auf den Nah- und Fernverkehr.

Das 117 Jahre alte, 8.371 Meter lange Bauwerk ist in die Jahre gekommen. Im Mittelpunkt der zweiten Bauetappe steht der rund zwei Kilometer lange Südabschnitt des Tunnels bei Mallnitz. Wie schon bei der acht Monate langen ersten Sperre zwischen Mitte November 2024 und Mitte Juli 2025 müssen das Tunnelgewölbe saniert und die bahntechnische Ausrüstung erneuert werden. Naturgemäß fällt durch die Arbeiten auch die Autoschleuse zwischen Böckstein und Mallnitz aus - der Betrieb soll hier am 10. Juli 2027 wieder aufgenommen werden.

Für die Dauer der Sperre werden Güterverkehr und Nachtzüge großräumig umgeleitet, für Reisende, Pendler und Radtouristen am Alpe-Adria-Radweg wird ein Ersatz mit Bussen eingerichtet. Im Fernverkehr verkehren stündlich Busse zwischen Bischofshofen und Spittal an der Drau. Zwischenhalte gibt es dabei nicht.

Im Gasteinertal gibt es einen Schienenersatzverkehr zwischen Schwarzach im Pongau und Bad Gastein. In Kärnten kann es auf der Strecke zwischen Villach und Spittal zu Fahrplanänderungen kommen, auf der Strecke zwischen Spittal und Mallnitz-Obervellach werden die Fernverkehrszüge im Zweistundentakt verkehren.

Sperre für weitere Arbeiten entlang der Strecke genutzt

Zugleich nutzen die ÖBB die Sperre für weitere Arbeiten entlang der Tauernstrecke. Am Plan stehen etwa die Sanierung von Viadukten, von Gleis- und Oberleitungsanlagen und des Bahnhofs Rothenthurn auf der südlichen Zulaufstrecke. Zugleich sollen die Autoschleuse modernisiert und die eingesetzten Züge erneuert werden.

Wie die Bundesbahnen betonten, wurde die Tauernsperre 2027 bewusst so geplant, dass sie zeitlich mit Bauarbeiten der Deutschen Bahn zwischen Rosenheim und Freilassing zusammenfällt. Dadurch können Synergien genutzt und Auswirkungen auf den Güterverkehr besser koordiniert werden. Auch die geplanten Autobahnbaustellen der Asfinag wurden in die Planung einbezogen: Die Sanierung des Katschberg- und des Tauerntunnels beginnt erst im Herbst 2027.

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