Chronik | Österreich
19.02.2018

Zwölfjähriger brach in Grazer Bank ein

Schüler hatte Glastür im Foyer aufgebrochen. Motivlage laut Polizei unklar.

Ein zwölfjähriger Bub hat am Sonntagnachmittag in Graz die Tür zu den Schalterräumen einer Bank aufgebrochen. Aufgrund des ausgewerteten Videomaterials und des Einsatzes eines Spürhundes wurde der Schüler wenig später in der Nähe des Tatortes gestellt. Erbeutet hat er nichts, auch das Motiv sei unklar, wie ein Polizeisprecher am Montag zur APA sagte.

Der Alarm in der Bankfiliale in der Herrgottwiesgasse im Bezirk Gries wurde gegen 15.00 Uhr ausgelöst. Streifen fuhren sofort zu dem Geldinstitut. Die Polizisten stellten fest, dass im Foyer die Glastür zum Schalterbereich zerborsten war. Eine Durchsuchung der Räume verlief negativ.

Überwachungskamera

Anschließend sichteten die Beamten das Videomaterial aus der Überwachungskamera und staunten, als sie sahen, dass sich offenbar ein Schüler mehrmals mit der Schulter gegen die Glastür geworfen hatte, bis sie zerbarst. Eine Polizeidiensthundestreife stellte den Buben in der Nähe der Bank. Die Bilder aus der Kamera stimmten mit seinem Aussehen überein.

Er wurde auf eine Polizeiinspektion gebracht und im Beisein seiner Mutter zur Tat befragt. Der Zwölfjährige zeigte sich geständig, aber warum er das getan hat, konnte nicht geklärt werden. Laut Polizei hatte er zwar den Schalterraum durchsucht, aber nichts mitgenommen. Am Montag sollte er nochmals befragt werden. Da er strafunmündig ist, wird neben einem Bericht an die Staatsanwaltschaft auch einer an den Jugendwohlfahrtsträger, in diesem Fall das Magistrat Graz, geschickt.