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Zehetner sieht Österreich künftig als „Strom-Exportland“

Beim Ausbau der Photovoltaik räumte Zehetner ein, dass das aktuelle Fördersystem nicht mehr zeitgemäß sei.

Die anhaltende Dürre und sinkende Wasserstände setzen Europas Energieversorgung unter Druck. In der „ZiB2“ war dazu Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus zu Gast. Sie betonte: „Österreichs Energieversorgungslage ist außerordentlich stabil.“

Wegen der Trockenheit stehe zwar weniger Wasserkraft zur Verfügung, dennoch sei die Versorgung gesichert. „Wir müssen uns keine Sorgen machen“, sagte Zehetner. Österreich profitiere von einem breiten Technologiemix aus Wasserkraft, Photovoltaik, Wind, Biomasse und Geothermie. Aufrufe zum Stromsparen wie etwa in Ungarn seien daher derzeit nicht notwendig. Man würde momentan sogar Strom nach Ungarn exportieren.

Kritik an PV-Förderung

Beim Ausbau der Photovoltaik räumte Zehetner ein, dass das aktuelle Fördersystem nicht mehr zeitgemäß sei. „Dass dieses Fördersystem nicht mehr zu den heutigen Notwendigkeiten passt, das sage ich seit Wochen in jedem Interview.“ Das Gesetz stamme aus 2021, die Marktbedingungen hätten sich inzwischen stark verändert, auch weil PV-Anlagen deutlich günstiger als noch vor ein paar Jahren seien.

Künftig solle stärker auf Speichertechnologien gesetzt werden. Auf die Frage, ob das vereinfacht bedeute „Speicher fördern? Ja. Photovoltaik? Nein.“, antwortete Zehetner: „In diese Richtung denken wir auf jeden Fall nach.“ Wichtig sei ein intelligentes Energiemanagement, damit überschüssiger Solarstrom besser genutzt werden könne.

Mehr Windkraft gefordert

Mit Blick auf den steigenden Energiebedarf verteidigte Zehetner den Ausbau erneuerbarer Energien. In den Sommermonaten versorge sich Österreich im Strombereich bereits „zu 97 bis 98 Prozent erneuerbar“. Gleichzeitig brauche es mehr Investitionen in Windkraft, Netze und Speicher.

Kritik an windkraftkritischen Bundesländern wies sie teilweise zurück. „Erstens bauen keine Länder Windkraftanlagen, sondern Unternehmen.“ Allerdings gebe es rund um Windkraft „sehr viele Mythen und Märchen“. Anreize für Gemeinden und Bürger sollen laut Zehetner die Akzeptanz erhöhen.

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