Chronik | Österreich
12.02.2018

Wintereinbruch: Vielen Lenkern wurde Schnee zum Verhängnis

Feuerwehren mussten zahlreiche Autos bergen. Auch ein Schulbus landete im Straßengraben.

Der Wintereinbruch mit bis zu 20 Zentimetern Neuschnee hat in der Nacht auf Montag in der Steiermark, in Kärnten und in Salzburg für teils erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. In der Steiermark waren vor allem die Bezirke Deutschlandsberg, Leibnitz und Südoststeiermark betroffen: Bei mehr als 100 Einsätzen mussten hängen gebliebene Fahrzeuge geborgen werden.

Glimpflich endete ein Unfall bei Mahrensdorf (Bezirk Südoststeiermark): Dort war in der Früh ein Schulbus mit 40 Kindern in den Straßengraben geschlittert, berichtete der ORF Steiermark. Alle Insassen blieben unverletzt. Schwierig gestaltete sich allerdings die Bergung. "Der Feuerwehrkran war nicht ausreichend, deswegen hat ein privater 100-Tonnen-Kran angefordert werden müssen, um den Bus herauszuziehen", sagte Thomas Meier vom Landesfeuerwehrverband Steiermark. Ein ähnlicher Unfall ereignete sich in Allerheiligen bei Wildon (Bezirk Leibnitz). Dort musste ein Linienbus ebenfalls aus einem Straßengraben geborgen werden.

Lastwagen kippte um

Auch in Kärnten haben die starken Schneefälle zu massiven Verkehrsbelastungen geführt. Die Tauernautobahn zwischen Villach und Spittal/Drau musste am Vormittag für zwei Stunden gesperrt werden. Bei Feistritz war ein Lkw umgestürzt, die Auf- und Abfahrten waren vorerst nicht geräumt. Danach war die A10 nur in Richtung Villach befahrbar. Die Ausweichstrecke über die Drautalbundesstraße (B100) erwies sich als hoffnungslos überlastet. Zu mehreren Unfällen wegen Schneefahrbahnen kam es unterdessen auf der Südautobahn (A2) am Packsattel, kilometerlange Staus waren die Folge. Verletzte gab es nicht.

Die Tauernautobahn musste Montagfrüh auch auf Salzburger Seite gesperrt werden. Ein Lkw-Lenker wollte laut Polizei um kurz nach vier Uhr bei Flachau Richtung Salzburg einen anderen Laster überholen. Dabei geriet er auf der Schneefahrbahn ins Schleudern und prallte gegen den Lkw. Beide gerieten außer Kontrolle und stießen gegen die Mittelleitschiene, die auf 175 Metern Länge beschädigt wurde. Die Autobahn war nach dem Unfall rund zwei Stunden in beiden Fahrtrichtungen nicht befahrbar. Danach wurde die A10 nur Richtung Villach freigegeben. Gegen neun Uhr war die Fahrbahn Richtung Salzburg wieder einspurig befahrbar. Autofahrer mussten laut ÖAMTC Verzögerungen von bis zu zwei Stunden in Kauf nehmen.

Am Dienstag ist nur noch in den östlichen Nordalpen mit etwas Schneefall zu rechnen, sagt Nikolas Zimmermann vom Wetterdienst Ubimet. "Im Laufe der nächsten Tage gibt es dann ruhigeres Wetter mit kalten Nächten", prognostiziert Zimmermann. Vielerorts fallen die Temperaturen unter minus zehn Grad. Aufpassen müssen Autofahrer Freitagfrüh: Dann droht mit einsetzendem Regen vor allem im Westen und im Norden Glatteis auf den Straßen.