Winter der harten Gegensätze endet: Sonniger Westen, trüber Osten
Nicht nur das Inntal - im Hintgergrund - bekam wenig Schnee ab.
Die Experten der GeoSphere Austria haben am Freitag eine vorläufige Klimabilanz zum meteorologischen Winter vorgelegt, der mit 1. März endet. Und die zeigt große Unterschiede beim Blück über Österreich:
"Im Bergland war es sehr mild und besonders in der Westhälfte Österreichs auch sehr sonnig, im Flach- und Hügelland sowie in den Becken des Südens hingegen vergleichsweise trüb und kalt", heißt es in einer Aussendung.
Kälteste Winter seit 8 Jahren
„Im Tiefland Österreichs war es der kälteste Winter seit acht Jahren. Aber im Vergleich mit der gesamten Messgeschichte fällt dieser Winter in allen Höhenlagen relativ mild aus“, sagt Klimatologe Alexander Orlik von der GeoSphere Austria.
In der vorläufigen Auswertung liege der Winter 2025/26 im Tiefland Österreichs auf Platz 32 der 259-jährigen Tiefland-Messgeschichte und auf den Bergen auf Platz 8 in der 175-jährigen Gebirgsmessreihe.
Überdurchschnittlich sonnig war der Winter 2025/26 vor allem im Großteil von Vorarlberg, Tirol und Salzburg sowie im Salzkammergut. Zum Beispiel gab es in Bad Aussee rund 30 Prozent und am Sonnblick um 25 Prozent mehr Sonnenstunden als in einem durchschnittlichen Winter.
In der Osthälfte Österreichs verlief der Winter hingegen relativ trüb. Die Wetterstation Wien Hohe Warte zum Beispiel verzeichnete rund 30 Prozent weniger Sonnenstunden als in einem durchschnittlichen Winter. In Klagenfurt gab es 45 Prozent und in Graz 50 Prozent weniger Sonnenstunden als im Durchschnitt.
Relativ trocken, aber nicht so extrem wie im Vorjahr
Über die gesamte Fläche Österreichs gesehen brachte der Winter 2025/2026 um 20 Prozent weniger Niederschlag als im vieljährigen Durchschnitt. „Das ist deutlich zu trocken, aber nicht so extrem wie im Vorjahr – der Winter 2024/25 brachte 44 Prozent weniger Niederschlag als im vieljährigen Durchschnitt“, sagt Orlik.
Kurzfristig schneite es zwar in einigen Regionen viel, wodurch es zu Problemen auf den Verkehrswegen und in der Stromversorgung kam und die Lawinengefahr stark anstieg, heißt es. Aber insgesamt waren die Schneemengen im Winter 2025/26 in allen Höhenlagen deutlich unter dem Durchschnitt.
Das untermauert die GeoSphere Austria mit ein paar Beispielen zur Summe der täglichen Neuschneehöhen:
- Wien Hohe Warte: -18 Prozent (in diesem Winter 33 cm, im Durchschnitt 1991-2020 40 cm)
- Klagenfurt Flughafen: -63 Prozent (in diesem Winter 18 cm, im Durchschnitt 48 cm)
- Innsbruck Flughafen: -29 Prozent (in diesem Winter 52 cm, im Durchschnitt 73 cm)
- Rax (N, 1547 m Seehöhe): -48 Prozent (in diesem Winter 118 cm, im Durchschnitt 225 cm)
- Rudolfshütte (S, 2317 m): -60 Prozent (in diesem Winter 247 cm, im Durchschnitt 625 cm)
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