© Willim Christian

Chronik Österreich
05/19/2021

Wie gut es mit den neuen Wohnzimmertests in der Praxis klappt

Von der Registrierung, über den Test bis zum Freifahrtschein in die Gastro: Ein Selbstversuch mit dem Nasenbohrertest als Zutrittskarte.

von Christian Willim

Wer beim Zusammenbau von Möbeln einer schwedischen Kette dazu neigt, Anleitungen eher zu überfliegen, als sie wirklich zu lesen, der könnte auch bei den neuen Wohnzimmertests zwischendurch mal stolpern. Ja, da gehöre ich dazu.

Trotzdem ist das Prozedere nach einer halben Stunde erledigt und das Attest da, das für 24 Stunden Zutritt für Gastro, Kulturveranstaltungen oder Sportaktivitäten gewährt.

Antigen-Tests samt QR-Codes 

Mit der heutigen Öffnung am 19. Mai sind die sogenannten Nasenbohrertests mit Fotobeweis und Registrierung auf Digitalplattformen eine neue Option im Testsystem. Wien setzt weiter auf "Alles gurgelt", ein PCR-Test für daheim. Zudem werden österreichweit über Apotheken Antigen-Tests samt QR-Codes als Wohnzimmertests ausgegeben.

In Tirol waren sie am Starttag noch nicht in allen Apotheken verfügbar. Bis Freitag soll das aufgeholt sein, heißt es von Seiten des Landes. In der Innenstadt gibt es für mich am Mittwoch in einer Innenstadt-Apotheke eine Packung mit fünf Wohnzimmertests, wie sie bisher schon gratis abgegeben wurden. Nun werden auch noch fünf Kleber mit QR-Codes mitgeliefert.

Die QR-Codes sollen sicherstellen, dass jeder Test nur einmal verwendet wird. Das System wurde in der Modellregion Vorarlberg bereits erprobt, war dort aber bislang noch nicht für die Gastronomie zugelassen. Eine 100-prozentige Fälschungssicherheit gibt es nicht. Aber doch Sicherheitsschranken.

In jedem der teilnehmenden Bundesländer gibt es Digitalplattformen, über die man sich zuerst registriert. In Tirol heißt sie selbsttest.tirol. Sie funktioniert am Mittwoch klaglos.

Nach der Registrierung kommt umgehend ein Link zu einer Seite, über die der Selbsttest dokumentiert wird. Zuerst heißt es aber, diesen gemäß der Anleitung durchzuführen. Ist das Ergebnis negativ - war es zum Glück -, kann das auf der Seite angeklickt werden.

Nun kommt der Part mit dem Fotobeweis und dem QR-Code. Das Pickerl kommt auf den negativen Test, der dann abfotografiert wird. Das Bild muss auf der Seite hochgeladen werden. Hier fuchst es das erste Mal. Der QR-Code wird nicht erkannt. Nach zwei weiteren Fotoversuchen - vielleicht lag es an einer Unschärfe im Bild - ist der QR-Code bestätigt.

Nun wird man aufgefordert, das Fenster auf dem Test mit einem Stift zu schwärzen. So soll sichergestellt werden, dass der negative Test nicht noch einmal mit einem anderen QR-Code (der ist nur einmal gültig) überklebt wird. Wieder gilt es, einen Fotobeweis zu machen. Klappt dieses Mal auf Anhieb.

Umgehend kommt die Meldung: Ihr Testbefund ist fertig! Und praktisch in der Sekunde klingelt es auch im Mail-Programm. Über einen Link geht es zum offiziellen Testergebnis: Negativ. Die darauf angegebene Uhrzeit spiegelt offenkundig den Start des Prozederes.

Alles in allem dauert die Abwicklung des Wohnzimmertests beim ersten Versuch eine gute halbe Stunde - inklusive der 15 Minuten Wartezeit, die der Antigen-Test vorschreibt. Mit etwas Übung geht es auch schneller.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.