Wertestudie: Wie Religiöse auf die Politik schauen

Maria Moser, Christoph Konrath und Regina Polak (von links) bei der Diskussion über Gott und die Welt im KURIER.
Ob Gläubige sich ein autoritäres System wünschen, hängt auch davon ab, wie sie in einer Gemeinde eingebunden sind. Wie Kirchen die Demokratie stärken können.

Wie denken gläubige Menschen über Politik? Welche Regierungsformen befürworten sie? Solche Fragen waren Teil der europäischen Wertestudie (siehe Grafik unten).

Wenig schmeichelhaft für Gläubige ist laut Studienautorin Regina Polak ein Befund: „Menschen, die sehr religiös sind und für die Gott sehr wichtig im Leben ist, sehnen sich tendenziell stärker nach einem starken Führer anstelle eines Parlaments.“

Das heißt nicht, dass sich jeder Kirchgänger eine starke Autorität wünscht. Im Gegenteil: „Bei religiösen Menschen, die sich sozial engagieren, sieht es ganz anders aus: Sie schätzen die Demokratie im eigenen Land deutlich mehr und haben auch mehr Vertrauen ins Parlament.“

Über die Gründe dafür und über die Frage, wie Kirchen die Demokratie stärken können, sprach Regina Polak mit Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser sowie mit dem Juristen und Politikwissenschafter Christoph Konrath.

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