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Chronik Österreich
07/31/2019

Wenn Segelboote auf die Autobahn fallen

Die Zahl von verlorenem Ladegut auf Autobahnen und Schnellstraßen hat sich seit dem Jahr 2016 mehr als verdoppelt.

Segelboote, Kühlschranke, Sitzgarnituren: Die Liste an Gegenständen, die von LKW- und PKW-Anhängern und Ladeflächen aufgrund unzureichender Sicherung auf Autobahnen und Schnellstraßen verloren gehen, ist lang und liest sich teilweise ungewöhnlich. Zudem stellen sie ein enormes Sicherheitsrisiko dar - etwa bei abrupten Ausweich- oder unvermittelten Bremsmanövern.

Seit dem Jahr 2016 haben sich die Meldungen über Gegenstände auf der Fahrbahn in Österreich im Vergleich zu den Vorjahren mehr als verdoppelt. 4.386 Meldungen registrierte die Asfinag beim Verlust von Ladegut auf Autobahnen und Schnellstraßen im Vorjahr. Im Vergleich dazu waren es 2016 knapp 1.900 und 2017 bereits 3.200. "Die mangelnde Sicherung von Ladegut auf Dachträgern und Anhängern oder auch verlorene Fahrzeugteile können verheerende Folgen haben", warnt Asfinag-Geschäftsführer Christian Ebner.

Damit das verhindert wird, rät die Asfinag, das Ladegut vor Fahrtantritt ausreichend zu sichern. Jeder Verkehrsteilnehmer ist gesetzlich dazu verpflichtet, für eine geordnete Sicherung von Ladegut zu sorgen.

Mit 1057 registrierten Verlusten von Ladegut ist die Steiermark 2018 Spitzenreiter im Ranking in ganz Österreich. 2017 lag die Steiermark mit 791 Meldungen ebenfalls an erster Stelle bei den verlorenen Gegenständen. Gleich dahinter folgen 2018 Salzburg (770), Niederösterreich (644), Oberösterreich (527). Wobei in Oberösterreich im Vergleich zu 2017 (153) mit einem Anstieg von 374 Meldungen, der höchste Zuwachs an Ladegutverlusten zu verzeichnen ist. Vorarlberg (483), Kärnten (326) und Wien (233) liegen im Mittelfeld. Erfreulich hingegen die Entwicklung auf Tirols Autobahnen und Schnellstraßen. Dort ist die Anzahl verlorener Gegenstände von 315 im Jahr 2017 auf 300 im Vorjahr zurückgegangen. Das Burgenland (42) bildet auch 2018 wieder das Schlusslicht beim Thema Ladegutverluste.