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Chronik Österreich
02/22/2019

Walserberg: Dritte Spur soll Stau an Grenze verhindern

Salzburgs Landeshauptmann und Verkehrslandesrat wollen bei Treffen mit deutschen Innenminister darauf pochen.

Salzburg unternimmt erneut einen Anlauf, die Auswirkungen der Kontrollen am Grenzübergang Walserberg durch Bayern zu entschärfen. Am Freitag trafen sich auf Initiative von Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) Bürgermeister aus Salzburger und Bayerischen Grenzgemeinden, um die Vorgehensweise abzustimmen. Ziel ist es, mit einer dritten Abfertigungsspur Staus und Wartezeiten zu verringern.

"Das ist ja nicht nur ein Salzburger Problem, sondern betrifft den gesamten Grenzraum", sagte Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) zur APA. Er hat sich dazu heuer bereits mit dem bayrischen Innenminister Joachim Herrmann und später mit dem Staatssekretär im Innenministerium in Berlin, Stephan Mayer (beide CSU), getroffen. "Ich bin zuversichtlich, dass es im Sommer eine dritte Spur bei der Autobahngrenze geben wird", sagte Schnöll damals.

Ausweichverkehr als Belastung

Doch jetzt versucht man, den politischen Druck weiter zu erhöhen. "Wir verstehen, dass man in Bayern die Grenzkontrollen derzeit nicht zur Gänze abschaffen will. Wir Österreicher kontrollieren ja selbst. Aber es herrscht eine spezielle Situation vor Ort", so Schnöll. Das spärlich ausgebaute Grenzmanagement verursache Stau und Ausweichverkehr in den Anrainergemeinden. "Die Lebensqualität in den Orten ist dadurch massiv beeinträchtigt", betonte Schnöll. Auch der regionale Wirtschaftsverkehr leidet unter den Kontrollen, zudem klagen Spediteure und Frächter über hohe Mehrkosten.

Am kommenden Mittwoch werden sich der Verkehrslandesrat und Landeshauptmann Haslauer in Berlin mit dem deutschen Innenminister Horst Seehofer (CSU) treffen. Geht es nach den Wünschen des Landes, soll am Grenzübergang in Zukunft der Pkw- vom Lkw-Verkehr auf Salzburger Seite so früh wie möglich getrennt und separat kontrolliert wird. Zwei Spuren sollen dann für die Autos, eine für die Lastwagen zur Verfügung stehen. Bayern hatte in der Vergangenheit immer wieder beteuert, die Beeinträchtigungen klein halten zu wollen. Seit Herbst 2015 wird beim Autobahnübergang Walserberg kontrolliert, speziell an starken Reistagen kommt es immer wieder zu kilometerlangen Staus.

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