Chronik | Österreich
26.09.2017

Vorarlberger soll vier Türken über deutsche Grenze geschleust haben

Der Mann wurde festgenommen. Gesuchte Menschenhändlerin in Spielfeld gefasst.

Ein 37-jähriger Vorarlberger soll am Montag versucht haben, vier türkische Staatsbürger über die deutsche Grenze zu schleusen. Er wurde nach einem Hinweis eines Zeugen auf der A7 bei Füssen (Bayern) festgenommen. Der deutschen Polizei zufolge hatte er die Türken kurz vor der Kontrollstelle der Bundespolizei aus seinem Fahrzeug aussteigen lassen.

Der Vorarlberger gab zu, an einer Tankstelle in Österreich vier türkische Staatsbürger getroffen und mitgenommen zu haben. Kurz vor der Grenze zu Deutschland hätten sie seinen Wagen aber zum Urinieren verlassen - zurückgekommen seien sie nicht.

Im Auto des 37-Jährigen wurden vier Rucksäcke mit türkischen Personaldokumenten sichergestellt. Auch ein Messer wurde gefunden, dessen Besitz verboten ist. Gegen den Vorarlberger wird deshalb ein Strafverfahren wegen des Einschleusens von Ausländern sowie wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz angestrengt. Eine Fahndung nach den vier türkischen Männern blieb bisher erfolglos.

Menschenhändlerin in Spielfeld verhaftet

Am steirisch-slowenischen Grenzübergang Spielfeld hat die Polizei am Dienstag in der Früh eine per Haftbefehl gesuchte Menschenhändlerin festgenommen. Dies teilte die Landespolizeidirektion mit. Die 25-jährige Rumänin wollte mit einem Linienbus nach Österreich einreisen. Zuvor hatte sie als Teil einer Tätergruppe zwei Moldawierinnen unter falschen Versprechungen nach Italien gelockt.

Die Frau aus Bukarest wollte gegen 4.30 Uhr mit einem aus Italien kommenden internationalen Linienbus nach Wien reisen. Bei der Einreisekontrolle stellte sich heraus, dass gegen die 25-Jährige ein internationaler Haftbefehl wegen Menschenhandels vom Februar dieses Jahres vorlag, wie ein Polizist zur APA sagte. Die moldawischen Behörden hatten über Interpol nach ihr gefahndet. Sie soll zwei jungen Moldawierinnen vorgemacht haben, sie könnten in Italien als Kellnerinnen arbeiten, tatsächlich wurden sie in die Prostitution gezwungen.

Die Rumänin wurde festgenommen und in die Justizanstalt Graz-Jakomini überstellt. Nun sei es an den moldawischen Behörden, einen Auslieferungsantrag zu stellen, hieß es.