Alpvieh und Rotwild nutzen im Sommer denselben Lebensraum.

© KURIER/Reinhard Vogel

Viehzucht
02/13/2016

Vorarlberg: Weitere Rinder-TBC-Verdachtsfälle

Kommende Woche müssen sechs Tiere aus diagnostischen Zwecken getötet werden.

In Vorarlberg müssen Anfang nächster Woche weitere sechs Rinder wegen des Verdachts auf TBC aus diagnostischen Zwecken getötet werden. Betroffen sind zwei Betriebe im Montafon sowie ein Hof im Silbertal. Bereits vor wenigen Tagen waren in Lech, Klösterle und im Silbertal drei Höfe wegen Tuberkulose-Gefahr gesperrt und drei Rinder umgebracht worden.

Bei den zwei Betrieben im Montafon scheint jeweils ein Tier angesteckt worden zu sein, auf dem Hof im Klostertal sind es vier Rinder. Ein gewisses Infektionsrisiko habe sich schon im Sommer abgezeichnet, als in den Regionen Klostertal und Silbertal wieder eine größere Anzahl an Rotwild mit einer nachweislichen Tuberkulose-Infektion erlegt worden sei, hieß es in einer Aussendung des Landes.

Da Alpvieh und Rotwild im Sommer denselben Lebensraum nutzen, sind in den betroffenen Regionen bereits in den vergangenen Jahren immer wieder einzelne Tuberkulose-Fälle bei Rindern aufgetreten. 2015 wurden fünf Tiere von vier Betrieben positiv auf den Tuberkulose-Erreger "Mycobacterium caprae" getestet.

Prozedere

Bei der diagnostischen Tötung werden den Tieren die Organe entnommen und die Lymphknoten an die Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) nach Mödling geschickt. Einen ersten Zwischenbefund aus Schnelltests gibt es in normalerweise bereits nach wenigen Tagen. Sollten diese positiv sein, müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Bis ein endgültiges Ergebnis vorliegt, dauert es in der Regel zwei Monate.

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