Im Rückspiegel eines Autos ist am Donnerstag (24.05.2012) abends in Duisburg ein Stau auf der A59 zu sehen. Wegen des Pfingstwochenendes wird am Freitag (25.05.2012) mit verstärktem Verkehrsaufkommen auf den wichtigsten nordrhein-westfälischen Autobahnen gerechnet. Foto: Martin Gerten dpa/lnw +++(c) dpa - Bildfunk+++

© dpa/Martin Gerten

Sommerferien
06/27/2014

Von der Schule direkt in den Stau

Zeugnisverteilung für 465.000 Schüler - lebhafter Reiseverkehr erwartet.

Rund 465.000 Schüler in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland starten am Freitag nach der Zeugnisverteilung in die neunwöchigen Sommerferien. Für die Kinder und Jugendlichen in den westlichen Bundesländern beginnt der Urlaub erst eine Woche später. Schulbeginn ist in Ostösterreich wieder am 1. September. Das Unterrichtsjahr endet aber nicht nur hierzulande: Auch in einigen Schweizer Kantonen, Tschechien, Dänemark, Slowenien und Polen steht an diesem Wochenende der Ferienbeginn am Programm. Es wird daher ab Freitagnachmittag mit erhöhtem Verkehrsaufkommen inklusive Staus gerechnet.

Ab den frühen Nachmittagsstunden wird laut ARBÖ die Reisewelle über die Transitrouten in Ostösterreich rollen. Besonders betroffen im Großraum der Bundeshauptstadt Wien werden die Südosttangente (A23) im gesamten Verlauf, die Ostautobahn (A4) zwischen dem Knoten Prater und Fischamend, die Altmannsdorfer Straße, die Triester Straße sowie die Westausfahrt sein. Innerstädtisch sind der Äußere Gürtel, Franz-Josef-Kai, der Ring und die 2-er-Linie besonders stauanfällig. Ebenfalls auf lange Verzögerungen müssen sich die Autofahrer auf der Südautobahn (A2) zwischen der Wiener Stadtgrenze und Baden sowie auf der Westautobahn (A1) zwischen Wien-Auhof und St. Pölten einstellen. Mit einer Beruhigung der Situation rechnen der ARBÖ erst ab den späten Abendstunden.

Samstag geht die Reiselawine weiter

Eine zweite Reisewelle wird am Samstag ab den frühen Vormittagsstunden rollen. Auch hier wird wieder der Großraum Wien betroffen sein. Die Baustellenbereiche zwischen Ybbs und Amstetten/Ost auf der Westautobahn sowie bei Graz, Klagenfurt und Wiener Neustadt auf der Südautobahn (A2) werden ebenfalls zu Nadelöhren werden. Auf dem weiteren Weg in Richtung Süden werden Staus auf den Hauptverkehrsverbindungen in Italien, wie der Verbindung Tarvisio-Venezia (A23 und A4) sowie in Slowenien auf der Verbindung Maribor-Koper (A1) nicht ausbleiben. Vor allem die Sperre zwischen Celje und Trojane erwies sich bereits an den verkehrsärmeren vergangenen Wochenenden als Stauanziehungspunkt schlechthin.

Von Freitag bis Sonntag findet in Wien zudem das Donauinselfest statt, zu Behinderungen kann es dadurch laut ASFINAG auf den Zufahrten zur Donauinsel im Bereich der A22 Nordbrücke sowie bei der Anschlussstelle Reichsbrücke kommen.

Mit deutlich mehr Verkehr rechnet die ASFINAG auch auf der Pyhrn-, Tauern- und der Brennerachse (A9, A10 bzw. A13), wobei der große Ansturm aus Deutschland erst mit Ferienbeginn in Nordrhein Westfalen (ab 7. Juli) zu erwarten ist.

Der ARBÖ rät soweit als möglich den Freitag und den Samstag als Reisetag zu meiden. Sonntag ist in der Regel der Reisetag, an dem es die wenigsten Staus gibt. Reisende sollten sich auf die Urlaubsreise auch entsprechend vorbereiten. Genügend alkoholfreie Getränke und leichter Proviant gehören ebenso wie Spielzeug für mitreisende Kinder in das Reisegepäck.

Zeugnisse für 465.000 Schüler

So wie diese vier Schülerinnen und Schüler aus Wien-Ottakring sind am Freitag rund 465.000 Schüler in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland nach der Zeugnisverteilung in die neunwöchigen Sommerferien gestartet. Das Unterrichtsjahr endet aber nicht nur hierzulande: Auch in einigen Schweizer Kantonen, Tschechien, Dänemark, Slowenien und Polen steht an diesem Wochenende der Ferienbeginn am Programm. Für die Kinder und Jugendlichen in den westlichen Bundesländern beginnt der Urlaub erst eine Woche später.

Mit lauter Einsern wie bei Lena Reischl aus der 4. Klasse der Hans-Christian-Andersen-Volksschule (im Bild li.) starten leider nicht alle Schülerinnen und Schüler in die Ferien. 14.500 Schüler haben heuer ein „Nicht genügend“ im Zeugnis, rund 13.000 müssen zu Nachprüfungen antreten. Die meisten Fünfer gibt es in Mathe, Englisch und Deutsch.

Wenn das schlechte Zeugnis Sorgen bereitet, kann man sich an diese Kummer-Nummer wenden: Tel. 01/52525–77060.

Österreichs Großbaustellen im Sommer

Auch heuer wird es im Sommer auf Österreichs Autobahnen zahlreiche Großbaustellen geben. Dennoch sollte es dadurch laut ÖAMTC in der Hauptreisezeit großteils zu keinen größeren Behinderungen kommen. In der stauträchtigsten Zeit wird nämlich versucht, alle Spuren zu erhalten. Der Verkehrsfluss wird aber gebremst. Im folgenden die Baustellen im Überblick:

Westautobahn (A1): Bis November wird der Vollausbau zwischen Pöchlarn und Ybbs Richtung Wien dauern. Richtung Salzburg ist ein Fahrstreifen gesperrt, Richtung Wien sind die Fahrbahnen verschwenkt. Von August bis Oktober Gegenverkehr zwischen Salzburg Nord und Salzburg Süd wegen Sanierungsarbeiten.

Südautobahn (A2): Sanierungsarbeiten zwischen Leobersdorf und Wiener Neustadt. Tagsüber bleiben im Gegenverkehrsbereich jeweils drei Fahrstreifen pro Richtung erhalten. Noch bis Ende August wird der Abschnitt Bad Waltersdorf - Ilz-Fürstenfeld generalsaniert. Der Verkehr wird zweispurig als Gegenverkehr geführt. Ab August werden zwischen Unterpremstätten und Lieboch Brücken saniert. Auch hier stehen pro Richtung zwei Fahrspuren zur Verfügung - allerdings ebenfalls als Gegenverkehrsbereich.

Immer wieder zu Staus führen die Sanierungsarbeiten in Klagenfurt. Wer hier unterwegs ist, sollte ein Zeitpolster einplanen. Hier ist nur ein Fahrstreifen frei. Zudem werden in Wien und Graz Autobahnauf-und Abfahrten saniert. Dies führt zu Behinderungen beim Knoten Inzersdorf, auf der Abfahrt zur Triester Straße. Auf dem Zubringer Graz Ost ist noch bis Ende November zwischen Puchwerk und Sternäckerweg ein Gegenverkehrsbereich eingerichtet. Pro Richtung stehen immer mindestens zwei Spuren zur Verfügung.

Ostautobahn (A4): Gegenverkehrsbereich zwischen dem Flughafen Schwechat und Fischamend, zwei Streifen pro Richtung bleiben erhalten. Grund ist der Ausbau auf drei Fahrstreifen pro Richtung (bis Herbst 2015).

Mühlkreisautobahn (A7): Gegenverkehrsbereich zwischen Dornach und Treffling. Es stehen zwar in jede Richtung zwei verengte Fahrstreifen zur Verfügung, da der rechte als Busspur genützt wird, wird es bis Ende August allerdings sehr eng auf der Stadtautobahn.

Innkreisautobahn (A8): Bis Juni 2015 dauert der Sicherheitsausbau zwischen Meggenhofen und Haag. Der Verkehr wird im zweispurigen Gegenverkehr geführt.

Phyrnautobahn (A9): Der stauträchtige Gegenverkehrsbereich zwischen Trieben und Treglwang wird über den Sommer eingestellt. Erst im Herbst wird im Bereich Rottenmann weitergearbeitet. Fortgeführt wird die Generalsanierung zwischen Schwarzlsee und Wildon, die einen zweispurigen Gegenverkehrsbereich bedingt.

Tauernautobahn (A10): Besonders auf der A10, die das Stau-Ranking beinahe immer anführt, wurde darauf geachtet, die Bauarbeiten über den Sommer so zu gestalten, dass immer zwei Spuren pro Richtung erhalten bleiben, es kommt aber während der Arbeiten zu unterschiedlichen Verkehrsführungen. Betroffen sind die Abschnitte Knoten Pongau - Lammertal, der Bereich Zederhaus und Flachauwinkel - Tauern Tunnel.

Inntalautobahn (A12): Bei den Baustellen zwischen Volders - Hall West (bis Anfang August) und im Bereich Wiesing stehen dem Verkehr jeweils zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Wie jedoch das Pfingst-Wochenende gezeigt hat, bilden sich bei Hall immer wieder Staus. Zwischen Mils und Schönwies wird die A12 zwar einspurig pro Richtung geführt, hier sollte es aber wegen des geringeren Verkehrsaufkommens zu keinen größeren Verzögerungen kommen.

Brennerautobahn (A13): Eher meiden sollte man an verkehrsreichen Wochenenden die A13. Neben dem Stau-Hotspot Mautstelle Schönberg werden zwischen Schönberg und Matrei sowie im Bereich Brennersee Sanierungsarbeiten durchgeführt. Obwohl jeweils zwei Fahrstreifen pro Richtung erhalten bleiben, könnte es zu längeren Verzögerungen kommen.

Rheintalautobahn (A14): Weniger stark werden sich die Baustellen auf der A14 auf den Reiseverkehr auswirken. Der Citytunnel in Bregenz erhält eine Hochdruck-Sprühnebelanlage. Die Einbauarbeiten des Sicherheitssystems werden allerdings nur nachts durchgeführt und in der Hauptreisezeit zwischen Mitte Juli und Ende August eingestellt. Bis September wird außerdem der Abschnitt Wolfurt - Lauterach saniert, hier bleiben aber alle Fahrstreifen bestehen.

Wiener Außenringautobahn (A21): Zwischen Alland und Heiligenkreuz sowie zwischen Vösendorf und Brunn/Gebirge werden Fahrbahn und Brücken instand gesetzt. In diesen Abschnitten bestehen zweispurige Gegenverkehrsbereiche. Zudem kann es zu Rampensperren bei den Anschlussstellen Brunn/Gebirge, Gießhübl und Hinterbrühl kommen.

Südosttangente Wien (A23): Bis 2017 wird der gesamte Bereich um den Knoten Prater neu gestaltet sowie die Erdberger Brücke neu gebaut. Um den Verkehr während der Arbeiten so wenig wie möglich zu behindern, werden links und rechts der derzeitigen Erdberger Brücke zwei neue Brücken gebaut.

Arlbergschnellstraße (S16): Wegen Belagssanierungen zwischen Dalaas und Braz Ost wird der Verkehr auf der Richtungsfahrbahn Tirol für die Dauer der gesamten Arbeiten auf die Klostertaler Straße (L97) umgeleitet. Von der Umleitung nicht betroffen sind Fahrzeuge in Richtung Bregenz, sie können jederzeit auf der S16 bleiben.

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