++ THEMENBILD ++ CORONAVIRUS: SPERRSTUNDE IN DER WESTLICHEN GASTRONOMIE AUF 22 UHR VORVERLEGT

© APA/BARBARA GINDL / BARBARA GINDL

Chronik Österreich
09/26/2020

Verschärfte Sperrstunde: Mehr als 2000 Kontrollen in erster Nacht

In Tirol, Salzburg und Vorarlberg gilt seit Freitag eine frühere Sperrstunde - um 22 Uhr ist Schluss. Bundesweit wurden 2239 Lokale kontrolliert.

Während man in Wien mit verpflichtenden Gästelisten einen Überblick über das Infektionsgeschehen behalten will, gilt im Westen Österreichs seit Freitag wieder eine verschärfte Sperrstunde. Um 22 Uhr ist in der Gastronomie Schluss - vorerst für die nächsten drei Wochen. Was die Einhaltung der neuen Verordnung betrifft, gibt es bereits eine erste Bilanz: 2.239 Lokale und Veranstaltungsstätten wurden am Freitagabend kontrolliert, teilte das Innenministerium am Samstag in einer Aussendung mit. 

"Wir alle haben das Corona-Virus satt. Faktum ist aber auch, dass wir derzeit mit steigenden Infektionszahlen konfrontiert sind – allein im heurigen September 14.000 Neuinfektionen", wird Innenminister Karl Nehammer darin zitiert. Er kündigt verstärkte Sperrstunden-Kontrollen durch die Polizei an.

"Es muss unser gemeinsames Interesse sein, die Infektionszahlen hinunterzudrücken", sagte Nehammer. "Um dies zu erreichen, hat der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, gemeinsam mit der Landespolizeidirektorin und den Landespolizeidirektoren vereinbart, Schwerpunktkontrollen durch die Polizei vor allem in der Nachtgastronomie zu verschärfen. Es wird hier zu verstärkten und intensiveren Kontrollen kommen, weil wir alles unternehmen müssen, um in der Nachtgastronomie weitere Infektions-Cluster zu vermeiden, sagte der Innenminister.

In Wien wurden in der Nacht auf Samstag bereits zwei Groß-Diskotheken kontrolliert. Dabei wurden zahlreiche Verstöße dokumentiert. Es kam sogar zu Angriffen auf die Polizei. Mehr dazu lesen Sie hier: 

Österreichs Bundesländer gehen aktuell ihren jeweils eigenen Weg, um die steigenden Corona-Zahlen wieder in den Griff zu bekommen. Salzburg, Tirol und Vorarlberg wählten mit der deutlich nach vorne verlegten Sperrstunde den restriktivsten Weg, der auch von der Bundesregierung unterstützt wird. In Wien gilt ab Montag eine Registrierungspflicht in der Gastronomie, die Sperrstunde bleibt aber wie auch im Burgenland, der Steiermark, Ober- und Niederösterreich und Kärnten bei ein Uhr nachts. 

Über 2.000 Kontrollen

Bundesweit wurden in der Nacht vom 25. auf den 26. September 2020 2.239 Lokale und Veranstaltungsstätten kontrolliert. "Es braucht jetzt die gemeinsame Anstrengung aller, damit die Infektionszahlen geringer werden. Es geht darum, dass wir zusammenhalten und Schulter an Schulter den entschlossenen Kampf gegen das Corona-Virus führen", sagte Nehammer.

Die Bundespolizei sei dazu bereit und auch die Verteidigungsministerin Klaudia Tanner stelle den Bundesländern in hohem Ausmaß Soldatinnen und Soldaten zur Verfügung, damit Contact Tracing schneller und effizienter durchgeführt werden könne.

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