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Chronik Österreich
10/13/2019

Vermisster Ehemann betrank sich in Wahrheit mit Freund

74-jähriger Oberösterreicher war mit seiner Frau Schwammerlsuchen und kehrte nicht zum Treffpunkt zurück. Eine große Suchaktion folgte.

Ein vermeintlich vermisster 74-Jähriger hat Samstagnachmittag in Sankt Johann am Walde (Bezirk Braunau am Inn) eine große Suchaktion ausgelöst. Der 74-Jährige war mit seiner Frau auf Schwammerlsuche und kehrte nicht mehr zum Treffpunkt zurück. Schlussendlich stellte sich laut Polizei heraus, dass sich der Mann stattdessen mit einem Freund in einer nahegelegenen Fischerhütte betrunken hatte.

Das Ehepaar machte sich gegen 15.30 Uhr in einem Waldstück im Gemeindegebiet von Sankt Johann am Walde auf Schwammerlsuche. Sie trennten sich kurz und der 74-Jährige kehrte nicht mehr zum Fahrzeug zurück. Die 69-Jährige fuhr daraufhin zu deren gemeinsamem Haus zurück um nachzusehen, ob er vielleicht bereits daheim sei. Da dies aber nicht der Fall war, machte sich die Frau gemeinsam mit Verwandten auf die Suche nach ihrem Ehemann.

2,14 Promille

Gegen 19.00 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert und eine große Suchaktion gestartet, bei dem auch der Polizeihubschrauber aus Salzburg im Einsatz war. Rund zwei Stunden später stoppten Polizeibeamten ein Fahrzeug ohne Kennzeichen und mit zwei männlichen Insassen. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Beifahrer der Abgängige war.

Ein 50-jähriger Kumpel hatte den Schwammerlsucher am späten Nachmittag in eine nahegelegene Fischerhütte mitgenommen und dort konsumierten die beiden einiges an Alkohol. Die Männer wirkten laut Polizei stark alkoholisiert. Der Lenker hatte 2,14 Promille Alkohol im Blut und musste seinen Führerschein abgeben. Der 74-Jährige konnte unversehrt zu seiner Gattin zurückkehren.