Chronik | Österreich
29.10.2018

Südtirol: Verkehrsbehinderungen auf Brennerautobahn nach Murenabgang

Brennerautobahn wurde kurzzeitig zwischen Sterzing und dem Brenner gesperrt. In beide Richtungen jeweils eine Spur wieder befahrbar.

Die Südtiroler Brennerautobahn (A22) hat nach einer kurzen Sperre am Montagvormittag wieder geöffnet werden können. In beide Fahrtrichtungen sei jeweils eine Spur befahrbar, teilte die Verkehrsmeldezentrale Bozen mit. Ein Gegenverkehrsbereich wurde eingerichtet. Es gebe jedoch Stau und Kolonnenverkehr in beide Richtungen, hieß es.

Laut dem Internetportal "stol.it" soll unter anderem die Gefahr bestehen, dass eine Elektroleitung auf die Autobahn stürzt. Nach dem Murenabgang am Sonntagabend war die Brennerautobahn zwischenzeitlich wieder befahrbar. Wie lange die neuerliche Sperre dauern wird, war vorerst noch nicht absehbar.

Starkregen, Sturmböen und Hagel haben am Montagvormittag chaotische Zustände in der norditalienischen Region Ligurien verursacht. In der Gemeinde Monterosso, einer Perle der ligurischen Küste in der bekannten Touristenregion "Cinqueterre", mussten Häuser und Geschäfte im Ortschaftskern evakuiert werden. In Monterosso war es bereits 2011 zu schweren Überschwemmungen mit mehreren Toten gekommen.

Unwetter in Ligurien

In der ligurischen Provinz La Spezia wurde der regionale Bahnverkehr unterbrochen, weil Geröll auf die Schienen geriet. Flüsse in der Gegend traten über die Ufer. Wegen hoher Wellen und starken Windes kam es auch zu Problemen im Hafen von La Spezia.

Die Autobahn A1 Mailand-Bologna musste zwischen Piacenza und Fiorenzuola wegen Überflutung gesperrt werden. Auch die süditalienische Insel Sizilien wurde vom schlechten Wetter heimgesucht. Sechs Flugzeuge, die in Palermo hätten landen sollen, wurden wegen des starken Schirokko-Windes auf die Flughäfen von Catania und Trapani umgeleitet.

Osttirol

In Osttirol kam es im Defereggental und im Winkeltal in Außervillgraten zu kleineren Murenabgängen. In Assling ging eine Mure auf den Drauradweg ab. Im Raum Lienz mussten die Feuerwehrleute Wasser aus übergelaufenen Kanälen abpumpen. Vor allem Richtung Kärnten sei die Situation aber sehr angespannt, sagte der Osttiroler Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Brunner gegenüber ORF Tirol. Siedlungsräume waren bis dato in Osttirol nicht betroffen.

Im Hinteren Zillertal kam es ebenfalls zu kleineren Murenabgängen. In Finkenberg wurde ein Pkw von den Schlammmassen erfasst. In Ginzling trat ein Bach über die Ufer und verlegte ebenfalls die Straße. Das Tuxertal war Sonntagabend kurze Zeit von der Außenwelt abgeschnitten. In der Zwischenzeit konnten die Straßensperren großteils wieder aufgehoben werden.