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Chronik Österreich
08/06/2019

Unfall mit Fahrradanhänger: Ermittlungen gegen Mutter

Nach dem tödlichen Unfall zweier Kinder wird wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung gegen die Mutter ermittelt.

Nach dem tragischen Verkehrsunfall auf der B19 im Gemeindegebiet von Hausleiten am Sonntagabend, bei dem zwei Mädchen in einem Fahrradanhänger ums Leben gekommen sind, wird nun gegen die Mutter der Mädchen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt, erklärte Friedrich Köhl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg.

Eine Befragung der Frau sei noch nicht möglich gewesen, sagte Polizeisprecher Walter Schwarzenecker am Dienstag. Er bestätigte Medienberichte, dass die Mädchen keinen Helm getragen hatten. Gegen den 60-jährigen Lenker, der mit seinem Auto das Gespann aus Elektrofahrrad und Anhänger erfasst hatte, laufen dem Sprecher der Staatsanwaltschaft zufolge Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung.

Die Mutter der ums Leben gekommenen Kinder wurde mit Verletzungen ins Landesklinikum Tulln eingeliefert. Der Autofahrer aus Wien und seine Ehefrau blieben bei der folgenschweren Karambolage unverletzt. Der 60-Jährige gab laut Polizei an, nach dem Anprall zunächst an einen Wildunfall geglaubt zu haben.

Beleuchtung

Zudem sollen auch Fahrrad und Anhänger kontrolliert werden. Insbesondere inwieweit das Gespann beleuchtet war, wird geprüft. Wann ein diesbezügliches Ergebnis vorliegen werde, lasse sich nicht sagen, so Köhl. Der stark beschädigte Fahrradanhänger wurde über Anordnung der Anklagebehörde sichergestellt.