Chronik | Österreich
30.12.2017

Unfall auf A11 in Kärnten: Helfer getötet

53-jähriger bosnischer Staatsbürger wollte auf Karawanken-Autobahn stecken gebliebenem Lenker helfen und wurde getötet. Drei weitere Personen erlitten schwere Verletzungen.

Auf der Karawanken-Autobahn ( A11) bei Rosegg in Kärnten (Bezirk Villach-Land) hat sich am Freitag gegen 16.00 Uhr in Fahrtrichtung Slowenien ein tödlicher Verkehrsunfall ereignet. Laut Polizei wurde ein 53-jähriger bosnischer Staatsbürger getötet, der einem stecken gebliebenen Verkehrsteilnehmer helfen wollte. Drei weitere Personen erlitten schwere Verletzungen.

A11 bis am Abend gesperrt

Mindestens drei Fahrzeuge waren in den Unfall involviert. Die Autobahn war bis am Abend gesperrt. Gegen 15:50 Uhr lenkte demnach ein 34-jähriger Bosnier seinen Lkw-Zug mit slowenischer Zulassung auf der A 11 von Villach kommend in Richtung Slowenien. Zur gleichen Zeit befand sich auf Höhe der Raststation "Karawankenrast" ein Pkw, gelenkt von einem 53-jährigen Mann mit serbischer Staatsangehörigkeit, aus bisher ungeklärter Ursache im Bankett.

Bosnier wollte helfen

Ein vorbeikommender Lenker eines Kleintransporters, ein 53-jähriger Bosnier mit Wohnsitz in der Stadt Salzburg, hielt am ersten Fahrstreifen vor dem Pkw an, um diesen aus dem schneebedeckten Bankett zu ziehen. Dies übersah der herannahende Lenker des Lkw-Zugs und prallte mit voller Wucht gegen das Heck des Kleintransporters, wodurch dieser gegen den Pkw geschleudert wurde. Der 53-jährige bosnische Staatsbürger verstarb noch an der Unfallstelle. Der 53-jährige Serbe wurde bei dem Unfall schwer verletzt.

Verletzte in Spitäler eingeliefert

Zwei weitere Bosnier im Alter von 21 und ein 23- Jahren wurden ebenfalls schwer verletzt. In der Nacht auf Samstag stand laut Polizei noch nicht fest, in welchem Fahrzeug diese mitgefahren waren. Aufgrund der schweren Verletzungen der Beteiligten konnten noch keine Befragungen durchgeführt werden. Die Verletzten wurden nach Erstversorgungen in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert. An den Aufräum- und Bergearbeiten waren lokale Feuerwehreinheiten mit vier Fahrzeugen und 25 Mann beteiligt.