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Nicht nur Wien: Diese 12 Orte in Österreich sind UNESCO-Welterbestätten

Jedes Jahr entscheidet das UNESCO-Komitee über die Ernennung neuer Welterbestätten. Österreich ist bereits mit einem Dutzend vertreten.
Salzburg

Was genau bedeutet „UNESCO-Welterbe“ eigentlich?

Welterbe umfasst Denkmäler, Ensembles und Stätten bzw. Monumente (Weltkulturerbe) sowie Naturgebilde und Naturstätten (Weltnaturerbe) von „außergewöhnlichem universellen Wert“, deren Erfassung, Schutz und Erhaltung durch die Vertragsstaaten nach der Welterbekonvention von der UNESCO unterstützt werden.

Dazu zählen etwa die Freiheitstatue in New York, das Great Barrier Reef vor der australischen Küste, der Grand Canyon in den USA oder die Inka-Stadt Machu Picchu.

Insgesamt stehen auf der Welterbeliste rund 1.250 Stätten in 170 Ländern, davon sind 972 Kultur- und 235 Naturstätten. Weitere 42 Stätten gehören als gemischtes Welterbe sowohl zum Kultur- als auch zum Naturerbe.

Und wie ist es mit besonderen Orten hierzulande? Österreich ist mit immerhin zwölf Welterbestätten auf der UNESCO-Liste vertreten. 

Hier der Überblick in Bildern – haben Sie schon alle gekannt?

Schönbrunn

Schloss und Gärten von Schönbrunn

Die habsburgische Sommerresidenz Schloss Schönbrunn ist ein besonders gut erhaltenes Beispiel einer barocken Herrscherresidenz. Das Areal wurde 1996 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Graz

Graz - Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg

Seit 1999 zählt die Altstadt der steirischen Landeshauptstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe – ein Titel, der die außergewöhnliche historische Bausubstanz und die Verbindung unterschiedlicher Architekturstile in Graz würdigt. 

Rothwald

Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten

Von den ausgedehnten Rotbuchenwäldern, die nach der letzten Eiszeit weite Teile Europas dominierten, sind nur mehr einige wenige unberührte Restflächen erhalten. In Österreich befinden sich zwei Bereiche dieses transnationalen Weltnaturerbes.

Salzburg

Historisches Zentrum der Stadt Salzburg

Salzburg zählt seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die barocke Altstadt, das Zusammenspiel aus Architektur, Kultur und Geschichte sowie das malerische Stadtbild machen Salzburg zum Kulturschatz.

Ein Holzsteg mit Skulpturen und Pflanzen führt in einen See bei Sonnenuntergang.

Kulturlandschaft Fertő-Neusiedler See

Der Neusiedler See bildet das Zentrum einer einmaligen Kulturlandschaft im Grenzgebiet von Österreich und Ungarn, geprägt von reichhaltiger Natur, traditioneller Landwirtschaft und einer über 8000-jährigen Siedlungsgeschichte.

El Gaucho in Baden

Historische Kurstadt Baden

Zwischen 1700 und 1930 florierte in Europa das Kurwesen. Elf Kurorte in sieben europäischen Ländern sind mit ihren historischen Anlagen, Parks und Kurhotels Zeugnisse dieser kulturellen Phänomens. Österreich ist mit der historischen Kurstadt Baden bei Wien in diesem Welterbe vertreten. Die dortigen Thermalquellen wurden erstmals in der Römerzeit dokumentiert. 

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Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen

Österreichische Fundorte prähistorischer Pfahlbausiedlungen zeugen vom Leben in der Jungsteinzeit, Bronze- und Eisenzeit und sind Teil dieses transnationalen Welterbes. Von den international gelisteten 111 Fundstellen befinden sich fünf in Österreich: Im Attersee, Mondsee und Keutschacher See. Sie wurden 2011 als transnationales, serielles Weltkulturerbe in die Liste der Welterbestätten aufgenommen.

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Donaulimes

Entlang der Donau, einst Grenze des Imperium Romanum, erzählen die Überreste von Legionslagern, Wachtürmen und Kastellen vom antiken Leben am Rande des römischen Weltreiches.

Hallstatt

Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein

Die Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut ist seit 1997 UNESCO-Welterbe mit einer Kernzone von 28.446 ha Fläche. Sie gilt als "herausragendes Beispiel für eine Naturlandschaft von großer Schönheit und wissenschaftlicher Bedeutung".

Semmeringbahn

Semmeringeisenbahn

Zwischen 1848 und 1854 erbaut, überwindet die Semmeringbahn als erste normalspurige Hochgebirgsbahn der Welt den Semmering und stellt damit eine technische Meisterleistung ihrer Zeit dar. Auf die Liste des UNESCO Welterbes kam sie 1998.

Wachau

Kulturlandschaft Wachau

Das Donautal zwischen Melk und Krems gilt als historisch bedeutende Kulturlandschaft. Neben den zahlreichen, gut erhaltenen historischen Bauten ist die Wachau vor allem durch traditionelle landwirtschaftliche Nutzung geprägt. Im Jahr 2000 wurde sie in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Wien

Historisches Zentrum von Wien

Die ehemalige Residenz- und Hauptstadt der Habsburgermonarchie blickt auf eine über zweitausendjährige Vergangenheit zurück. Das historische Zentrum von Wien wurde 2001 in die UNESCO-Welterbeliste eingeschrieben. Seit 2017 befand es auf der "Roten Liste" des gefährdeten Welterbes.

2017 war Wien zwar auf die rote Welterbeliste gerutscht, weil das Bauvorhaben am Heumarkt den historischen Blick auf das historische Zentrum Wiens zu beeinträchtigen drohte. Das ist mit der jüngsten Entscheidung der UNESCO aber Geschichte. 

Auch das umstrittene Heumarkt-Projekt gilt nun als „welterbekonform“. Gebaut werden darf 49,95 Meter hoch.

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