Tote nach Wurstkonsum: Listerien-Verdacht bei zwei Firmen in Österreich

Verschiedene Wurstsorten, darunter Salami und Paprikawurst, liegen nebeneinander.
Die Wurst, die mit Listerien verseucht ist, stammt aus einem Betrieb in Deutschland. Dort gab es zwei Todefälle.

Die österreichische Agentur für Lebensmittelsicherheit Ages bestätigte dem KURIER am Donnerstag, dass in Österreich zwei Firmen untersucht werden, weil es einen Verdacht auf Listerien in Wurst gibt. Die verseuchte Ware stammt von dem Hersteller "Wilke Wurstwaren" in Nordhessen. Dort sind bereits zwei Pensionisten nach dem Verzehr einer Salamipizza gestorben.

Betroffen seien alle von dem Unternehmen hergestellten Erzeugnisse mit sämtlichen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdaten. Die Wurstwaren sind durch das auf allen Verpackungen angebrachte ovale Identitätskennzeichen „ DE EV 203 EG“ eindeutig zu identifizieren. Die Waren des Unternehmens wurden nach Angaben des Unternehmens weltweit in Verkehr gebracht. 

Großküchen betroffen

Problematisch ist für den Endverbraucher, dass die Wurst auch "in loser Form" über den Lebensmitteleinzelhandel zum Beispiel an Wurstthekenund Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung, wie Krankenhausküchen und Kantinen. Dadurch können die Kunden schwer nachvollziehen, von wo die verzehrte Wurst stammt.
In Österreich gibt es bisher keinen dokumentierten Fall einer Listeriose-Erkrankung, der mit dem Ausbruch in Deutschland in Verbindung gebracht werden könnte.

 

Kommentare