Kater „Helli“ darf rechtskräftig streunen

kater helli, soll zwergkaninchen getötet haben, familie gostner © Bild: PRIVAT /Privat

Urteil des Bezirksgerichts bestätigt: Ein jahrelanger und überaus kurioser Rechtsstreit ist somit zu Ende.

Jetzt ist es amtlich: Kater „Helli“ darf rechtskräftig streunen. Sein Tiroler Besitzer hatte in einem kuriosen Rechtsstreit vor dem Bezirksgericht Hall in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) im August des vergangenen Jahres einen Sieg gegen den benachbarten Kaninchenhalter davongetragen, dessen Hopplerbestand der Stubentiger dezimiert haben soll. Der Berufungssenat habe nun das Urteil bestätigt, berichtet ORF Radio Tirol.

Laut Urteilsbegründung seien streunende Kater in der Gemeinde durchaus ortsüblich. Dabei würde es sich um keine größere Beeinträchtigung des Nachbargrundstücks handeln. Der Berufungssenat habe daher festgestellt, dass keine weiteren Rechtsmittel zulässig seien, hieß es in dem ORF-Bericht.

Der jahrelange Rechtsstreit hatte damit begonnen, weil der Kater in Nachbars Garten zwei Kaninchen erlegte. Was folgte war eine Klage gegen den Katzenhalter. Anfang 2012 wurde der Besitzer von „Helli“ zu einer Schadenersatzzahlung verurteilt. Der Kaninchenbesitzer wurde dazu angehalten, seine Schützlinge in einem eingezäunten Gehege zu halten.

Der Nachbar klagte aber erneut, weil der Stubentiger weiter versucht haben soll, in das Gehege einzudringen. Das Bezirksgericht Hall wies diese allerdings ab, und der Berufungssenat bestätigte jetzt zu guter Letzt das Urteil.

Erstellt am 06.03.2013