© Spiel des Jahres / Schwarz (Montage)

Spieltrieb
07/19/2021

Spiel des Jahres 2021: "Micro Macro Crime City" zum Sieger gekürt

Der vielleicht renommierteste Spielepreis der Welt wurde in Berlin vergeben: "Micro Macro Crime City" aus dem Pegasus-Verlag gewinnt den Hauptpreis. "Paleo" setzt sich in der Kategorie Kennerspiel durch.

von Christoph Schwarz

Der Sieger der prestigeträchtigsten Spiele-Auszeichnung im deutschsprachigen Raum steht fest: Das Detektivspiel Micro Macro Crime City (Pegasus Verlag) wurde von einer Fachjury in Berlin zum "Spiel des Jahres" 2021 gekürt. Es konnte sich damit gegen Die Abenteuer des Robin Hood (Kosmos Verlag) und Zombie Teenz (Scorpion Masqué) durchsetzen.

Worum es bei dem Spiel geht: Gemeinsam machen sich die Spieler auf einer überdimensionalen Stadtkarte auf die Spur von Verbrechern. Die Karte gleicht dabei einem großen Wimmelbild, in dem sich insgesamt 16 Kriminalfälle verstecken.

Die Jury würdigte, es herrsche „knisternde Spannung im Raum. Alle Augen huschen über den Stadtplan, um ihm neue Informationen über die Verbrechen zu entlocken.“ Das Spiel biete „unvergessliche Momente“.

Es ist nicht die erste Auszeichnung für das Spiel: Bereits beim französischen Spielepreis "As d'Or" wurde es prämiert. Beim Österreichischen Spielepreis wurde es in der Kategorie "Spiele-Hit für Freunde" ausgezeichnet.

Paleo wird "Kennerspiel"

Zum "Kennerspiel des Jahres" kürte die Jury das Spiel Paleo (Hans im Glück Verlag, Autor Peter Rustemeyer). Es konnte sich damit vor den ebenfalls nominierten Die verlorenen Ruinen von Arnak (CGE) und Fantastische Reiche (Strohmann Games) durchsetzen.

Das Spielziel von Paleo: Die Spieler müssen in einer "packenden und unnachgiebigen Steinzeitwelt" (Jury-Urteil) überleben. Überall lauern Wildtiere - und ob die gefundenen Beeren genießbar sind, stellt sich auch erst im Nachhinein heraus. Gemeinsam wägen die Spieler als Stamm Runde für Runde die Risiken nur anhand der Illustrationen auf den Kartenrückseiten ab.

Paleo, so das Lob der Jury, "gelingt es auf außergewöhnliche Weise, dynamische Geschichten und Bilder in den Köpfen der Gruppe entstehen zu lassen, die noch lange nach Spielende nachhallen".

Auch der kooperative Aspekt konnte überzeugen: "Im harten Kampf ums Überleben lernen wir, dass wir nur zusammen als Gruppe stark sind. Die Vielzahl an unterschiedlichen Ereignissen hält unsere Neugier über viele Partien dauerhaft aufrecht und belohnt das Erkunden dieser packenden und unnachgiebigen Steinzeitwelt", schreibt die Jury auf ihrer Website.

Zum "Kinderspiel des Jahres" wurde bereits früher in diesem Jahr Dragomino (Pegasus) gekürt. Die Spielidee: Dominoartige Plättchen müssen so angelegt werden, dass gleiche Landschaften aneinander liegen. Dann gibt es zur Belohnung ein Drachenei. Entscheidende Frage: Ist da auch wirklich ein Babydrache drinnen - und gibt es Punkte? Oder ist es leer und man bekommt nichts?

Renommierter Preis

Der Spielepreis gilt als einer der renommiertesten weltweit. Zu den Gewinnern der Vorjahre zählen Spiele wie Pictures (2020), Azul (2018), Dixit (2010), Dominion (2009), aber auch Klassiker wie Catan (1995) und Scotland Yard (1983) Das erste prämierte Spiel überhaupt war Hase und Igel aus dem Ravensburger Verlag im Jahr 1979.

Bereits vor einigen Wochen wurden die Österreichischen Spielepreise 2021 vergeben: Sieger der Hauptkategorie ist Flyin' Goblin. Eine Nachlese zur österreichischen Preisverleihung finden Sie im Artikel unten.

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