Partielle Sonnenfinsternis: So sieht sie bei Ihnen aus
Am Mittwoch, dem 12. August, ist über Europa eine Sonnenfinsternis zu beobachten. Während die Sonne in einigen Regionen vollständig verdeckt wird, ist in Österreich eine partielle Finsternis zu sehen. Wie das Himmelsschauspiel konkret aussieht, hängt dabei vom jeweiligen Standort ab.
Mit unserem interaktiven Tool können Sie bereits im Vorfeld simulieren, wie und wann sich der Mond von einem beliebigen Ort aus vor die Sonne schiebt. Einfach den gewünschten Ort suchen und ausprobieren, wie die Sonnenfinsternis dort verläuft. Sie können den Marker auf der Karte auch frei setzen.
Der Zeitpunkt, an dem die Sonne hinter dem Gelände verschwindet, unterscheidet sich vom astronomischen Sonnenuntergang. Der astronomische Sonnenuntergang ist der Moment, in dem die Mitte der Sonne exakt den mathematischen Horizont (0 Grad) unterschreitet. Im Anschluss beginnt die astronomische Dämmerung, die endet, wenn die Sonne 18 Grad unter dem Horizont steht und die Nacht vollkommen dunkel wird. Daher ist die Sonne meist schon nicht mehr sichtbar, wenn der astronomische Sonnenuntergang stattfindet, da sie bereits von Bergen oder Hügeln verdeckt wird.
In unserem Tool haben wir daher den Zeitpunkt berücksichtigt, an dem die Sonne hinter dem Gelände verschwindet.
Welche Faktoren wichtig sind
Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn der Mond zwischen Erde und Sonne vorbeizieht und die Sonnenscheibe teilweise oder vollständig verdeckt. Welche Form der Finsternis zu sehen ist, hängt davon ab, wo sich ein Beobachter befindet. Der Standort ist also wichtig. Am 12. August verläuft die Zone der totalen Sonnenfinsternis unter anderem über Teile Grönlands, Islands und Spaniens. In Österreich wird das Ereignis hingegen als partielle Sonnenfinsternis sichtbar sein.
Auch innerhalb Österreichs unterscheidet sich der Anblick je nach Standort. Zudem findet die Finsternis am Abend statt, wenn die Sonne bereits relativ tief über dem Horizont steht.
Außerdem hängt die Beobachtung vom Wetter ab. Erkundigen Sie sich vorher, um nicht von einem wolkenverhangenen Himmel überrascht zu werden.
Am wichtigsten ist aber der Schutz. Eine herkömmliche Sonnenbrille bietet keinen ausreichenden Schutz. Sie benötigen entweder eine Brille mit einer DIN EN ISO 12312-2:2015-Zertifizierung – oder eine Lochkamera, die Sie selbst basteln können.
Datenquelle für den Simulator
Mithilfe der Astronomy Engine gelingt die Berechnung der Positionen von Sonne und Mond zu jedem beliebigen Zeitpunkt und Standort. Damit wurde die schematische Darstellung ermöglicht.
Quelle der Geländedarstellung
Die visualisierte Bergkulisse funktioniert durch die Einbindung von PeakFinder. Das Tool zeigt auch die jeweilige Position von Sonne und Mond am Himmel an.
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