Insgesamt waren im Vorjahr 1,3 Prozent aller Gefangenen Jugendliche. (Symbolbild)

© KURIER/Franz Gruber

Sicherheitsbericht 2013
09/09/2014

Weniger jugendliche Häftlinge

Rückgang von 144 jugendliche Insassen im Vorjahr auf 112. Mehr Vermögen konfisziert.

Die Zahl der jugendlichen Häftlinge ist im Vorjahr zurückgegangen. Mit 1. September 2013 saßen 112 Jugendliche im Gefängnis, 2012 waren es 144. Das geht aus dem Sicherheitsbericht 2013 hervor, den Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) am Dienstag im Ministerrat vorstellt.

Insgesamt waren 1,3 Prozent aller Gefangenen Jugendliche. "Die Zahlen belegen, dass wir am richtigen Weg sind - und wir haben noch einiges vor", sagte Brandstetter in einer Aussendung. Er nannte dabei erst kürzlich angekündigte Maßnahmen wie betreute Wohngruppen statt U-Haft für Jugendliche ab Jänner oder die Übernahme des Projekts Sozialnetzkonferenz - dabei sollen strauchelnde Jugendliche unter Einbindung ihres Umfeldes auf den richtigen Weg zurückgebracht werden - in den Regelbetrieb.

Einen Anstieg hat es dem Sicherheitsbericht 2013 zufolge bei vermögensrechtlichen Anordnungen gegeben. Im Berichtsjahr wurden 9,3 Millionen Euro durch vermögensrechtliche Anordnung und Einziehung eingenommen. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 15,6 Prozent. 2012 wurden 8,1 Millionen Euro konfisziert.

Pilotprojekt

Brandstetter verwies in diesem Zusammenhang auf das mit 1. März 2014 gestartete einjährige Pilotprojekt, bei dem bei den größeren Staatsanwaltschaften (Wien, Graz, Linz, Innsbruck, WKStA) Sonderzuständigkeiten für vermögensrechtliche Anordnungen geschaffen werden. Dadurch sollen nach internationalem Vorbild die Ermittlungen zu vermögensrechtlichen Anordnungen konzentriert und gefördert werden.

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