Chronik | Österreich
03.03.2013

Schwere Sex-Übergriffe in Jugendeinrichtung

Drei Burschen wurden verhaftet, die seit 2010 regelmäßig Mädchen in dem Heim missbraucht haben sollen.

Eine Jugendeinrichtung des Grazer Magistrats soll jahrelang Schauplatz furchtbarer Vorfälle gewesen sein, berichtet die Kronen Zeitung: Mehrere Burschen hätten seit dem Jahr 2010 vier Mädchen regelmäßig vergewaltigt und ihr Stillschweigen durch Drohungen erzwungen. Als das Martyrium begann, sei das jüngste Opfer gerade einmal acht Jahre alt gewesen.

Die Burschen sind mittlerweile in Haft. „Die Betreuer sind zutiefst betroffen“, wird Magistrats-Sprecherin Vasiliki Argyropoulos zitiert: „Im Herbst hatte es Gerüchte über angebliche sexuelle Übergriffe gegeben. Unsere Mitarbeiter haben das sehr ernst genommen, sogar eine Psychologin geholt. Aber es gab keine Beweise. Das Personal hat mit erhöhter Wachsamkeit reagiert. Trotzdem war das, was geschehen ist, leider nicht zu verhindern“, sagt die Sprecherin.

Erst Mitte Februar kam der Fall ins Rollen, als sich eine Zwölfjährige ihrer Mutter anvertraute und weinend von den sexuellen Übergriffen erzählte. Die Grazerin erstattete daraufhin vergangenen Montag Anzeige. Freitagabend wurden drei Verdächtige festgenommen, der vierte blieb auf freiem Fuß: Als er die Straftat begangen haben soll, war er unter 14 Jahre und strafunmündig.