Chronik | Österreich
06.02.2017

Schweizer dürfte Unfall absichtlich verursacht haben

© Bild: STEFAN KöRBER - FOTOLIA 34184240/Stefan Körber/Fotolia

Polizei ermittelt wegen Mordversuchs, zwei Pkw-Insassen verletzt.

Ein alkoholisierter Schweizer hat in Sölden (Bezirk Imst) in Tirol in der Nacht auf Sonntag offenbar absichtlich einen Verkehrsunfall verursacht. Der 23-Jährige hatte sich ans Steuer eines Pkw gesetzt, in dem zwei Personen auf der Rückbank saßen. Anschließend fuhr der Schweizer gegen ein Tunnelportal, teilte ein Sprecher der Polizei der APA am Montag mit. Die beiden Insassen wurden verletzt.

"Der Pkw war vor einem Lokal abgestellt. Der Lenker hatte das Fahrzeug kurz verlassen, weil er in dem Lokal etwas erledigen musste. Der Motor des Autos lief noch", erklärte der Polizist. Der 23-jährige Schweizer ging zu dem Pkw und setzte sich ans Steuer. "Er forderte die beiden Insassen auf, das Fahrzeug sofort zu verlassen, weil er sie sonst umbringen würde, fuhr dann allerdings los, ohne ihnen überhaupt die Chance zu geben auszusteigen", so der Sprecher.

Gegen Leitschienen gelenkt

Der Schweizer fuhr daraufhin durch das Ortsgebiet von Sölden und lenkte dabei den Pkw mehrmals gegen Leitschienen. Im Bereich Mühlau fuhr der 23-Jährige schließlich offenbar absichtlich gegen ein Tunnelportal. In seiner ersten Einvernahme habe der Urlaubsgast angegeben, sich an nichts mehr erinnern zu können, sagte der Polizist. Ein Alkotest ergab 1,8 Promille.

Gegen den 23-Jährigen wird ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes des versuchten Mordes eingeleitet. Die Einlieferung des Mannes in die Justizanstalt Innsbruck wurde angeordnet.