Chronik | Österreich
18.04.2017

Schluss mit Kleben: Das Autobahn-Pickerl gibt es ab 2018 auch elektronisch

Die E-Vignette gibt es ab November online, ab Mitte 2018 auch in Trafiken.

Autofahrer können zur Bezahlung der Autobahnmaut in Österreich künftig auch auf eine digitale Vignette zurückgreifen. "Ab nächstem Jahr ist Schluss mit Kleben und Kratzen. Damit treffen wir den Nerv der Zeit", sagte Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) am Dienstag in Wien. Die digitale Variante ergänzt die klassische Klebevignette. Sie kann ab November online und per App zu den regulären Preisen bestellt werden.

Ab Mitte 2018 soll die digitale Vignette zusätzlich mit sofortiger Wirkung in Kiosken oder Tankstellen gekauft werden können. Dabei wird das Kennzeichen des Fahrzeugs in ein öffentlich einsehbares Register eingeschrieben, was im Vorfeld zu Kritik von Datenschützern führte. Weitere Informationen werden laut Ministerium aber nicht aufscheinen.

Hohe Zustimmung

Laut einer von der Asfinag beauftragten Umfrage halten 83 Prozent der Autolenker die digitale Vignette für eine gute Idee; 60 Prozent der Befragten würden das virtuelle Autobahnpickerl auch kaufen. Skepsis herrscht beim Online-Kauf von Kurzzeit-Vignetten: Nur 14 Prozent wollen Zehn-Tages- bzw. Zwei-Monats-Pickerln im Internet erwerben.

Das Kleben zahlt sich aus: Nach Angaben des österreichischen Autobahnbetreibers Asfinag nimmt die Alpenrepublik mit der Pkw-Maut rund 472 Millionen Euro jährlich ein.